kalte jahreszeit

Kübelpflanzen überwintern: Welche Pflanze muss wann ins Winterquartier?

Den Sommer über verschönern diverse Kübelpflanzen unsere Terrasse oder unseren Balkon. Doch mit Eintritt der kalten Jahreszeit sollten einige Pflanzen ins Winterquartier umziehen. Denn nicht jede Pflanze ist frosthart. 

Von Linda May van Bui 07.10.2021
Der Oleander verträgt nur wenige Minusgrade und muss deshalb im Winter gut geschützt werden. Foto: Matthias Schrader/ Symbol/
Der Oleander verträgt nur wenige Minusgrade und muss deshalb im Winter gut geschützt werden. Foto: Matthias Schrader/ Symbol/ dpa

Magdeburg/ DUR - Damit unsere Kübelpflanzen auch im nächsten Jahr den Außenbereich verschönern, sollten sie rechtzeitig in ihr frostgeschütztes Winterquarier umziehen. Marianne Wilz, Inhaberin einer Gärtnerei in Möser bei Magdeburg, hat dafür die richtigen Tipps parat.

Wann müssen Kübelpflanzen nach drinnen geholt werden?

Insbesondere tropische Pflanzen sollten in jedem Falle vor dem November in ihr Winterquartier gebracht werden. Mediterrane Gewächse hingegen können so lange wie möglich draußen bleiben, so Wilz. "Sollte sich ein leichter Boden- beziehungsweise Nachtfrost ankündigen, dann die Gehölze an die Hauswand rücken und mit Vlies, Decken oder Folie abdecken", fügt sie hinzu.

Das Wetter und die Temperaturen sollte jeder ab Mitte Oktober im Auge behalten. Als grobe Richtung gilt laut der Gärtnereibetreiberin der Beginn des Novembers als finaler Einlagerungsmoment.

Da bereits ab Spätsommer vielerorts die Temperaturen sinken, empfiehlt Wilz: "Ab Ende September sind die Kübel aus den Untersetzern zu nehmen und sollten dann trockener gehalten werden. Denn in den Wintermonaten verbrauchen die Pflanzen weniger Wasser und der Ballen trocknet dadurch lange Zeit nicht ab. Dies kann je nach Art zu Schimmelbildung und Absterben der Pflanzen führen."

Gibt es Pflanzen, die den Winter über draußen bleiben können?

Tropische und mediterrane Gewächse wie Palmen, Fuchsien, Zitrus- und Olivenbäume oder der beliebte Oleander brauchen eine geeignete Räumlichkeit, um den Winter zu überstehen.

Doch es gibt Palmen, wie die chinesische Hanfpalme (-17 Grad Celsius) oder die kompakte Zwergpalme (-14 Grad Celsius), die kurzzeitig Frost vertragen. Gärtnereibetreiberin Wilz fügt jedoch hinzu: "Die Betonung liegt hierbei auf kurzzeitig. Über Wochen hinweg vertragen diese Pflanzen ohne weiteres auch keinen Dauerfrost. Zudem sollten sie dann lieber in die Erde als in den Kübel gepflanzt werden." 

Das sei jedoch oft mit viel Aufwand und Material verbunden. Die Palmen würden häufig mit Styropor umbaut -  und wird es länger kalt, dann zusätzlich beheizt - zum Beispiel mit einer Spiralheizung im Wurzelbereich, erklärt Wilz.

Allerdings fühlen sich Baumschulgehölze, die im Kübel stehen - wie beispielsweise Hortensien, Ahorn, Rhododendron oder Säulenobst - im Winter draußen wohler als im Winterquartier. "Hier sollte der Kübel dann mit Vlies oder Jute schön verpackt werden – dieser kann Richtung Weihnachten dann auch mit Zweigen, Zapfen und Beeren dekoriert werden", fügt Wilz als kleinen Tipp hinzu.