Neue Brücke für Prödelweg

Von Danny Gitter


 - Die baufällige Brücke über den Libbesdorfer Landgraben im Mosigkauer Prödelweg soll in diesem Jahr komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Dafür sind insgesamt 380.000 Euro aus dem städtischen Haushalt veranschlagt.

Die im Jahr 1930 errichtete Brücke weist schon seit längerem gravierende Bauwerksschäden auf. Deshalb wurde bereits im Jahr 2017 die Nutzungslast auf sechs Tonnen begrenzt. Ver- und Entsorgungsfahrzeuge, Lieferverkehr mit höheren Lasten sowie Rettungsdienste müssen, um zu den Grundstücken im Prödelweg zu gelangen, lange Umwege über die B 185 in Kauf nehmen.

Die neue Brücke wird eine Breite von 4,50 Meter haben und damit deutlich mehr Platz als die bisher vorhandene Brücke mit rund zwei Metern Breite bieten. Der derzeit im Bereich des Brückenbauwerks unbefestigte Prödelweg bekommt eine Asphaltbefestigung. Auf der Südseite der Bebauung wird ein 1,50 Meter breiter gepflasterter Gehweg angelegt.

Im Rahmen der Brückenerneuerung werden auch dortige Strom- und Trinkwasserleitungen verlegt. Leitungen der Telekom und für die Straßenbeleuchtung werden in das neue Bauwerk integriert. Für die gesamten Baumaßnahmen ist eine Bauzeit von rund drei Monaten vorgesehen. Diese sollen nach derzeitigen Planungen von September bis November 2021 erfolgen.

Der Prödelweg wird in dieser Zeit für den öffentlichen Verkehr voll gesperrt. Es erfolgen Umleitungen über die B 185. Fußgänger und Radfahrer werden zur Zeit der Baumaßnahmen über eine Behelfsbrücke an der Baustelle vorbeigeführt.

„Wir begrüßen grundsätzlich die Maßnahmen, weisen aber gleichzeitig darauf hin, dass mögliche Schäden durch Baufahrzeuge oder auf den Umleitungsstrecken sofort behoben werden sollten“, so der Mosigkauer Ortsbürgermeister Jakob-Uwe Weber.

Einstimmig wurde dem Bauvorhaben in der virtuellen Ortschaftsratssitzung zugestimmt. Nachdem auch der städtische Bauausschuss bereits in der vorigen Woche grünes Licht gab, kann nun die Ausschreibung der Maßnahmen erfolgen.