Über Leben, Tod und Sterben: "Jenseite" will Tod und Trauer aus dem Abseits holen

04.11.2013, 12:46

akz-i Der Tod gehört zum Leben. Dennoch ist wohl kein Thema in der abendländischen Gesellschaft so präsent und zugleich tabuisiert. Die "Jenseite" ist ein Online-Journal, das seinen Lesern Mut machen will, sich mit Leben, Tod und Sterben auseinanderzusetzen – ohne Tabus, ohne Angst oder Verklärung. Chefredakteur Dr. Rainer Demski stellt sein Journal vor.

Herr Demski, ein Online-Journal, das sich ausschließlich dem Sterben und dem Tod widmet, ist doch eine sehr außergewöhnliche Idee.
Das stimmt. Der Tod gilt nach wie vor als ein Thema, mit dem sich unsere Gesellschaft nur ungern auseinandersetzt. Mein Redaktionsteam und ich haben jedoch beobachtet, dass sich Menschen in den sozialen Netzwerken intensiv über ihre Erfahrungen, Ängste und Fragen rund um das Sterben und den Tod austauschen. Das hat uns inspiriert, auch anderen Mut für ein Leben zu machen, in dem der Tod einen selbstverständlichen Platz hat, aber zugleich auch Mut zu mehr Liebe zum Leben.

Was erwartet den Leser?
Wer sich als Leser auf die "Jenseite" wagt, wird dort Geschichten von und über Menschen finden, die dem Thema Tod aus unterschiedlichsten Perspektiven begegnen – bei der Arbeit in einem Hospiz, als Bestatter im ungewöhnlichen Arbeitsalltag, als Schriftsteller, der sich dem Thema auf literarische Weise nähert. Und auch aus eigener Erfahrung, beispielsweise über den Kampf gegen eine schwere Krankheit. Dazu finden sich Beiträge rund um Traditionen, Rituale, Kunst und Religion oder Mythen, die sich um das Sterben und den Tod ranken.

Was ist mit ganz praktischen Fragen, die beispielsweise ein Trauerfall mit sich bringt?
Wenn jemand schwer erkrankt oder ein Angehöriger plötzlich verstirbt, suchen viele Menschen auch im Internet nach Antworten, Erklärungen und Unterstützung. Die "Jenseite" enthält daher auch ganz pragmatisch anmutende Beiträge, die Lesern Orientierung geben und eine erste Hilfe sein können. Da geht es um das korrekte Verfassen einer Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht, um juristische Feinheiten eines Testaments und auch um wichtige Fragen rund um eine Bestattung und Trauerfeier.

Wie können sich Leser an die Redaktion wenden?
Der Dialog mit unseren Lesern ist uns ein zentrales Anliegen. Der Austausch mit uns und untereinander kann direkt und über die sozialen Netzwerke stattfinden – beispielsweise auf den Social Media-Profilen bei Facebook, Google+ oder über den Kurznachrichtendienst Twitter. Wir freuen uns auf Lob und Kritik, spannende Themenhinweise und Links unserer Leser. Bedanken wollen wir uns bei den Monuta Versicherungen, die unser Journal erst möglich gemacht haben und die uns mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen aus der Trauerfall-Vorsorge unterstützen.


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