Magdeburg l Es scheppert ganz schön, wenn leere Flaschen und Gläser in die dafür vorgesehenen, an Straßenrändern oder freien Plätzen aufgestellten Container geworfen werden. Bei Ilona Koslowski steht ein solcher Altglasbehälter aber fast direkt unter ihrem Schlafzimmerfenster, was für die in Schichten arbeitende Frau sehr störend und lärmbelästigend ist.

Der Container befand sich vorher an einer Stelle, wo er niemanden störte, schrieb sie dem Leser-Obmann. Doch als die Fußwege in der ganzen Straße erneuert wurden, ließ das Bauamt den riesigen Behälter direkt vor einem damals nicht bewohnten Wohnhaus aufstellen – wo er zunächst weiterhin nicht störte.

Glascontainer direkt vor Wohnhaus

Doch auch dieses Haus wurde inzwischen saniert und die Wohnungen wieder vermietet – bloß der Glascontainer wurde nicht umgesetzt. Mit der Folge einer entsprechenden Lärmbelästigung durch Klirren und Scheppern, wenn Leute aus der Umgebung ihren Glasmüll einwerfen – tagsüber, zu später Stunde und selbst sonntags, wenn Ruhe sein sollte.

Die verärgerte Bewohnerin wandte sich bereits an das Bauamt, aber dort wisse man nicht, wohin mit dem Container, sagte man ihr. Gerichtsurteilen zufolge werde ein Mindestabstand von zwölf Metern empfohlen, unter sechs Meter seien demnach unzumutbar, schrieb sie unserer Redaktion – „aber bei uns beträgt der Abstand lediglich 2,70 Meter“.

Magdeburg setzt Container um

Das wird sich bald ändern. Nachdem sich der Leser-Obmann an die Stadtverwaltung in Magdeburg gewandt hatte, erfolgte umgehend eine Prüfung der Vor-Ort-Situation. Ergebnis: Die dortigen Altglascontainer werden in den nächsten Tagen umgesetzt, versicherte Stadtsprecher Michael Reif. Eine entsprechende Beschilderung der Container sei bereits erfolgt, um die Nutzer über die Umsetzung und den neuen Aufstellort zu informieren.

„Mit dem Hinweis auf den neuen Standort wollen wir auch mögliche illegale Abfallablagerungen und weitere Beschwerden vermeiden“, teilte er mit. „Für die entstandenen Unannehmlichkeiten durch den Einwurf von Altglas bitten wir um Verständnis, für dadurch entstandene Beeinträchtigungen entschuldigen wir uns“, so Michael Reif.