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Livezeit mit Chris Frieren für den guten Zweck - So war das Faschings-Eisbaden in Hasselfelde

Eiskaltes Wasser und tapfere Menschen: In Hasselfelde hieß es am Wochenende wieder "Frieren für Spaß, Gesundheit und den guten Zweck": Am Samstag, dem 14. Februar 2026, begann das traditionelle Faschings-Eisbaden im Waldseebad – unser Reporter Chris war mit seiner LIVEZEIT dabei.

Aktualisiert: 14.02.2026, 17:35
Am 14. Februar geht Chris mit seiner LIVEZEIT im Harz live und begleitet das traditionelle Faschings-Eisbaden in Hasselfelde.
Am 14. Februar geht Chris mit seiner LIVEZEIT im Harz live und begleitet das traditionelle Faschings-Eisbaden in Hasselfelde. Foto:dpa/Bein, Grafik: Annika Schwerin

Hasselfelde. Wenn Spielmannsmusik durch das Waldseebad klang und sich kostümierte Winterbadende Richtung Wasser bewegten, war klar: In Hasselfelde wurde wieder angebadet – und zwar eisig. Am 14. Februar 2026 luden die Hasselfelder Eisperlen und Eisvögel vom Skiverein Hasselfelde zum traditionellen Faschings-Eisbaden ein. LIVEZEIT mit Chris begleitete das Spektakel am Nachmittag live.

Im Mittelpunkt stand dabei das, worum es wirklich ging: Eisbaden – unter winterlichen Bedingungen. Seit 2019 hatte sich die Veranstaltung fest etabliert. Was als kleine Aktion begonnen hatte, war inzwischen ein fester Termin im Harzer Veranstaltungskalender geworden. Im vergangenen Jahr waren rund 150 Zuschauerinnen und Zuschauer gekommen, etwa 40 Mutige stiegen tatsächlich ins Wasser – und das unabhängig von der Temperatur.

Winterbaden mit Vereinsstruktur

Die „Hasselfelder Eisperlen“ treffen sich seit Jahren regelmäßig ab Herbst zum Winterbaden im Waldseebad. Inzwischen sind auch zahlreiche Männer dabei – deshalb heißen sie heute Eisperlen und Eisvögel. Sogar das Vereinslogo wurde entsprechend erweitert. Das kalte Wasser gilt als Training für Immunsystem, Gefäße und Psyche. Inspiration kam ursprünglich von den Magdeburger „Eisröwen“, die bereits seit 1985 im Winter baden.

Organisiert wird alles unter dem Dach des Skivereins Hasselfelde. Viele der Winterbadenden sind dort ohnehin aktiv, die Struktur des Vereins bietet den organisatorischen Rahmen. Gebadet wird übrigens nicht nur einmal im Jahr: Während der Saison treffen sich die Eisperlen und Eisvögel jedes Wochenende zu festen Zeiten. Immer wieder schließen sich neue Interessierte an.

Fasching trifft Frost

Das Anbaden wurde in diesem Jahr bewusst rund um das Karnevalswochenende veranstaltet. Kostüme gehörten deshalb dazu – ob Perücke, Clownsnase oder Nachthemd. Schon kurz vor dem Baden sorgten die Vereinsmitglieder entlang der angrenzenden Straße in auffälligen Kostümen für Aufmerksamkeit. Ein Hingucker, der inzwischen ebenfalls zur Tradition geworden war.

Um 14 Uhr begann die offizielle Begrüßung. Anschließend setzte sich der kleine Marsch in Bewegung: Musikalisch vorneweg der Spielmannszug Hasselfelde. Alle Teilnehmenden stiegen gemeinsam ins Becken. Wie lange jeder im Wasser blieb, entschied er selbst. In diesem Jahr musste die Badefläche vorab vergrößert werden, da sich eine dicke Eisschicht gebildet hatte.

Gäste aus anderen Regionen

Zum Faschings-Eisbaden reisten auch befreundete Winterbadegruppen an – unter anderem aus Osterwieck, Magdeburg, Neustadt in Thüringen und Goslar. Die Veranstaltung war längst überregional vernetzt.

Spendenaktion für krebskranke Kinder

Zum Abschluss stand ein weiterer wichtiger Programmpunkt an: die Übergabe eines Spendenschecks an den Verein „Krebskranke Kinder im Harz e.V.“. Das Geld war bei der Seniorenweihnachtsfeier 2025 des Ortes gesammelt worden, die jährlich von den Eisperlen und Eisvögeln organisiert wurde. Der Skiverein stockte den Betrag zusätzlich auf. Auch während des Faschings-Eisbadens konnten Spenden abgegeben werden.

Musik, Verpflegung und Winteratmosphäre

Für die musikalische Begleitung sorgten der Spielmannszug Hasselfelde sowie DJ Moritz. Dazu gab es Würstchen vom Grill, Kaffee, Kuchen, Glühwein und Kaltgetränke.