Klötze/Lockstedt l Zufrieden sind die Lockstedter Sportler um ihren Vereinsvorsitzenden Jens Lühmann mit der Lösung allerdings nicht. Denn es fehlt ihnen die Planungssicherheit für die nächsten Jahre. Somit ist das Problem nur aufgeschoben und nicht endgültig vom Tisch. Denn spätestens im Mai 2020 müssen die Lockstedter Tischtennisspieler ihre Mannschaft für die Punktspielsaison 2020/2021 melden.

Doch Bürgermeister Uwe Bartels hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dass es 2020 Gespräche zwischen dem Rathaus und dem Lockstedter Vereinsvorstand geben wird, um eine „zukunftssichere Vereinsfortführung im Sinne der Verwaltung, Sportler und Bürger zu realisieren“, informierte das Stadtoberhaupt. Bartels ist froh, dass den Einwohnern mit der Entscheidung des Stadtrates die Ängste um den Verlust ihres Vereins genommen wurden.

Aufgebrachte Einwohner der Ortschaft Neuendorf hatten am Dienstag vor der Sonderstadtratssitzung für den Erhalt des Kultur- und Sportzentrums in Lockstedt protestiert. Das hatte Erfolg: Denn der Stadtrat stimmte während der nichtöffentlichen Sitzung bei vier Enthaltungen für den Fortbestand des laufenden Vertrages.

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Sonderstadtrat einberufen

Somit ist die Stadt 2020 weiter Mieter des in Privatbesitz befindlichen Saals. Der wird, wie Lockstedts Sportvereinsvorsitzender Jens Lühmann dem Gremium hinter verschlossen Türen sagte, nicht nur von den Tischtennisspielern und der Frauensportgruppe des Vereins genutzt, sondern auch vom Tanzverein Klötze und der Lockstedter Feuerwehr. Besonders in den Wintermonaten ist das Haus ein Treffpunkt für Übungsnachmittage und andere Veranstaltungen der Brandbekämpfer.

Knackpunkt des Mietvertrages sind die Unterhaltungskosten. Die liegen bei etwa 6000 Euro jährlich. Für den etwa 70 Mitglieder starken Verein mit einem 2000 Euro umfassenden Etat ist diese Summe kaum aufzubringen. Das ist auch dem städtischen Hauptamtsleiter Matthias Reps bewusst. Aus diesem Grund soll es in den Gesprächen ab 2020 zwischen der Verwaltung und dem Sportverein um eine dauerhafte Lösung gehen. Dabei steht die Stadt nach Ansicht von Vereinschef Jens Lühmann in der Pflicht, die Unterhaltungskosten mit zu übernehmen. Denn: „Wir als Verein können diese Summe nicht aufbringen“, stellt der Vorsitzende klar und betont: „Wenn der Saal nicht mehr von den Einwohnern genutzt werden kann, stirbt auch das Dorfleben in der Ortschaft.“