Spende von Progroup

10.000 Euro für die Burger Jugendfeuerwehr

Progroup will nicht nur Arbeitgeber, sondern auch guter Nachbar sein. Das untermauerte das Unternehmen mit einer Spende von 10.000 Euro an die Burger Jugendwehr.

06.08.2021, 17:15 • Aktualisiert: 06.08.2021, 20:09
Für die Jugendfeuerwehr gab es nicht nur die Spende in Höhe von 10.000 Euro, sondern auch kleine Geschenktüten
Für die Jugendfeuerwehr gab es nicht nur die Spende in Höhe von 10.000 Euro, sondern auch kleine Geschenktüten Foto: Thomas Pusch

Burg - Mit einem Wellpappformatwerk, einer Papierfabrik sowie einem Logistikunternehmen betreibt Progroup im Burger Gewerbegebiet den größten Standort der Unternehmensgruppe. Kontakt mit der Freiwilligen Burg hat es schon öfter gegeben. Immer dann, wenn eine Brandmeldeanlage einen Einsatz ausgelöst hatte. Philipp Kosloh, Chief Operation Officer und Mitglied des Vorstands von Progroup, stattete der Feuerwehr einen Gegenbesuch ab. Und diese Situation war ganz und gar nicht brenzlig. Er hatte ein großes Geschenk mitgebracht, erinnerte zuvor aber an die Zusammenarbeit.

„Brandschutz ist in einem Unternehmen wie Progroup, das Papier und Wellpappformate herstellt, von elementarer Wichtigkeit. Wir schätzen uns glücklich, dass wir uns im Ernstfall auf die Feuerwehr in Burg verlassen können“, sagte Kosloh. Erst jüngst habe es einen Einsatz an der PM1 gegeben. PM1 ist die interne Bezeichnung für die Papierfabrik. Feuer sei ein ganz großer Feind und wenn es zu einem richtigen Brand komme, bekomme man den nur sehr schwer gelöscht.

Nun sei es aber auch schön, Kontakt zueinander an anderer Stelle zu haben. Progroup wolle an all seinen Standorten in guter Partner- und Nachbarschaft leben. Dazu gehöre für das Unternehmen auch, das gesellschaftliche Leben zu unterstützen. Ins Gerätehaus hatte er einen symbolischen Scheck in Höhe von 10.000 Euro mitgebracht. Die Summe soll der Jugendfeuerwehr zugute kommen.

Darüber freute sich Ortswehrleiter Jens Wiedemann. „Wir haben auch schon erste Ideen, was wir mit dem Geld machen können“, verriet er. So soll es Teambuilding-Maßnahmen geben, Unternehmungen, die das Gemeinschaftsgefühl stärken. Außerdem kann Geld für neue Technik ausgegeben werden und auch in die Werbung von neuen Mitgliedern soll investiert werden. Mit Blick auf die Burger Progroup-Betriebsleiter lobte Wiedemann die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen.

18 Mitglieder gehören zum Nachwuchs

Bürgermeister Philipp Stark (parteilos) lobte das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. „Man sieht sie immer wieder im Einsatz, zu jeder Tages- und Nachtzeit“, sagte er. Die Stadt setze natürlich alles daran, um die Feuerwehr zu unterstützen. Spenden wie diese seien aber eine willkommene Hilfe.

18 Nachwuchsbrandschützer zählt die Burger Jugendfeuerwehr derzeit. Trotz der langen, coronabedingten Pause hat es keinen Austritt gegeben. Von Oktober bis Mai mussten sämtliche Aktivitäten unterbleiben. „Neue Mitglieder sind bei uns immer willkommen“, sagte Jugendwart Matthias Lotsch im Gespräch mit der Volksstimme.

Die Spende ist nicht die erste gute Tat von Progroup in Burg in diesem Jahr. Im Januar gab es eine Spende in Höhe von 2500 Euro für die integrative Kindertagesstätte „Bambi“ des Roten Kreuzes. Davon konnte ein Klettergerüst mit Rutschen angeschafft werden, der größte Wunsch der Kinder. 2017 waren die Jungen und Mädchen der Burger Albert-Einstein-Grundschule Nutznießer einer Spende. 12.500 Euro gab es vor vier Jahren für die Neugestaltung des Spielhügels.

Burger Standort 1998 eröffnet

Burg wurde im Jahr 1998 die dritte Produktionsstätte des Unternehmens. Die EU-Erweiterung im Osten eröffnete zu jener Zeit neue Märkte mit hohen Wachstumspotenzialen, die von der Ihlestadt aus erschlossen werden sollten. Damit hatte FirmengründerJürgen Heindl sein persönliches Ziel erreicht, das er sich 1991 gesetzt hatte: Drei Wellpappformatwerke waren entstanden.

2001 wurde in Burg mit Inbetriebnahme der ersten von heute drei Papierfabriken die Produktion um die wichtige Absicherung der Rohstoffversorgung erweitert. Sie versorgen die Wellpappwerke mit Wellpappenrohpapier und machen die Firma so unabhängig von Preisschwankungen am Papiermarkt. „Burg ist ein starker Progroup-Standort und hat eine ganz besondere Bedeutung für uns", hatte Vorstandsvorsitzender Heindl in einem früheren Gespräch gegenüber der Volksstimme betont.

Von den 10.000 Euro sollen unter anderem gemeinsame Unternehmungen und neue Azsrüstung finanziert werden.
Von den 10.000 Euro sollen unter anderem gemeinsame Unternehmungen und neue Azsrüstung finanziert werden.
Fotos: Thomas Pusch