Burg l Ein gutes oder schlechtes Zeichen für die Zukunft der Stadthalle? Überraschender Weise wurde jetzt das so genannte Interessenbekundungsverfahren für die Betreibung der Einrichtung aufgehoben, teilte der zuständige Sachgebietsleiter Alexander Tippelt am Donnerstagabend mit. Der Grund: Kein Bewerber habe die erforderlichen Unterlagen vollständig eingereicht. Dazu zählten unter anderem Konzept, Businessplan ab 2017 und Referenzen, sagte Tippelt auf Nachfrage der Volksstimme. Stattdessen wolle die Verwaltung nun mit den Interessenten in intensive Gespräche eintreten, damit die Halle optimal betrieben werden könne. Die Tatsache, dass die Ausschreibung beendet werde, sei keine schlechte Ausgangsposition für die Stadt, betonte Tippelt.

Nach Informationen der Volksstimme gibt es insgesamt zwei Bewerber: die PSE Service GmbH mit der jetzigen Pächterin Janin Niele und einen weiteren Bewerber. Niele habe geforderte Schriftstücke eingereicht, sagte sie gestern. Die Geschäftsfrau sieht wie Tippelt den Gesprächen in jedem Fall optimistisch entgegen. Für das kommende Jahr seien bereits mehr als 20 Veranstaltungen gebucht.

Ziel der Stadt sei es, die künftige Betreibung der Einrichtung ab Februar 2017 durch einen Pächter zu realisieren, „der die vielfältigen Angebote als eine tragende Säule im kulturellen und sozialen Bereich der Stadt Burg weiter ausbaut“. Vorgesehen ist eine Vertragsbindung für fünf Jahre.

Die PSE Service GmbH übernahm zum 1. Dezember 2015 die Stadthalle, der erste Vertrag endete am 31. Januar 2016 und wurde bis 30. Juni verlängert. Der Stadtrat hatte am 23. Juni beschlossen, die Betreibung der Stadthalle bis 31. Januar 2017 auszuschreiben.