Gommern l Ingeborg Bernhard hat ihre Linde zum 75. Geburtstag von ihrem Mann Stefan geschenkt bekommen. Gemeinsam pflanzten sie den Baum am Sonnabendvormittag auf dem Sportplatz am Volkshaus. „Wir hoffen, dass er hinter dem Zaun vor Vandalismus geschützt ist“, sagte Ingeborg Bernhard. Den Baum als Geschenk fand sie eine prima Idee.

Die ganze Aktion sei eine tolle Sache, sagte Anke Wilke. Gommerns Landschaftsgärtner Friedemann Barthels hatte vorgeschlagen, nach den umfangreichen Sturmschäden im vergangenen Jahr Bäume nachzupflanzen, damit Gommern eine grüne Stadt bleibt.

Erst Baum pflanzen, dann Jugendweihe feiern

Sein Aufruf fand ein so großes Echo, dass nicht nur, wie ursprünglich vorgesehen, 13 Esskastanien am Königlichen Weg gepflanzt wurden, sondern auch Linden und Birken am Kulk.

Für eine Linde am Kulk entschied sich Felix Hünerbein. Da er am Sonnabend zugleich seine Jugendweihe feierte, durfte er am Morgen gleich den ersten Baum pflanzen. Er wurde dabei tatkräftig von seinem Vater Jens Hünerbein, Gommerns Bürgermeister, unterstützt. So lange es seine Zeit am Vormittag erlaubte, half er auch bei den anderen mit. Überhaupt wurde von den Spendern beim Pflanzen nicht in mein Baum/dein Baum unterschieden. Jeder machte sich dort nützlich, wo es sich gerade anbot. So stieg Katrin Wruck kurzerhand aus ihren Schuhen und befüllte mit den Füßen im See die Gießkannen. Sie hatte viel zu tun. Mindestens vier Kannen pro Baum wurden benötigt.

Die Pflanzlöcher hatten Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt rechtzeitig vorbereitet. Am Kulk wurde sowohl am Strand als auch direkt am Amphietheater gepflanzt. „Ich finde es gut, dass wieder neue Bäume in Gommern gedeihen können“, sagte Svea Weigel. Sie packte ebenfalls selbst mit an, ihre Birke in die Erde zu bringen wie Jürgen Geyer, Pfarrer Seils, Familie Nickel, Henriette Barthels oder Steffi und Frithjof Meussling. Aber nicht alle Spender waren zum Pflanzen gekommen, so dass beispielsweise Katrin Wruck und Anke Wilke am Vormittag länger halfen, als sie ursprünglich geplant hatten.

Jeder Baum wurde an drei Pfählen befestigt. Und nicht nur das Einbringen der Pfähle mit der schweren Ramme nötigte allen Helfern großen Respekt vor der Arbeit eines Landschaftsgärtners ab.

Namensschild für Teilnehmer der Aktion

Standen die Pfähle im gleichseitigen Dreieck sicher und gerade, konnten die Latten abgesägt und mit Nägeln befestigt werden. Friedemann Barthels zeigte, wie das Kokosseil um Pfähle und Baumstamm ordentlich gewunden wird. Letzter Schritt und Höhepunkt für jeden Spender war das Prägen und Anbringen des Namensschildes am Baum. Felix erhielt die Nummer 1. Eckhard Camin arbeitete seit dem frühen Morgen mit, obwohl sein Baum erst am Nachmittag am Königlichen Weg an der Reihe war.

Auch hier verteilte Ralf Fröhlich den Mulch für jedes Pflanzloch und half bei den anderen Arbeiten. Wie schon am Kulk unterstützten sich die Spender beim Pflanzen gegenseitig. Aus der Ehle wurde das Wasser geholt, um die Esskastanien kräftig einzuschlemmen.