Volles Programm in Ferien und danach

Bauarbeiten beim DRK-Hort „Weinbergstrolche“: Einbau Akustikelemente und Umbau der Toiletten im Erdgeschoss

Ein Schuljahr voller Herausforderungen liegt hinter dem DRK-Hort „Weinbergstrolche“ in Gommern. Jetzt können sich die Kinder auf Sommerferien mit vielen Angeboten freuen. Im Herbst wird das 20-jährige Bestehen der Trägerschaft des DRK gefeiert.

Von Manuela Langner
Die 4. Etage des Hortes erhält derzeit  Akustikelemente  und danach wieder ihr Farbkonzept.
Die 4. Etage des Hortes erhält derzeit Akustikelemente und danach wieder ihr Farbkonzept. Foto: M. Langner

Gommern - Wie viele Kindergeburtstage oder andere Partys für Kinder mussten wegen der Pandemie ausfallen? Im Hort „Weinbergstrolche“ können die Jungen und Mädchen während der Sommerferien ein bisschen davon nachholen. Außerdem werden die Zweit- bis Viertklässler viel in der Region unterwegs sein. Sie fahren ins Waldbad nach Möckern, in den Elbauenpark nach Magdeburg oder zur Türme-Tour nach Burg.

Die neuen Kinder, die eingeschult werden, und die künftigen Zweitklässler werden unterdessen Gommern entdecken. Sie besuchen die Brauserei, testen die Spielplätze der Stadt, feiern jede Woche eine Mottoparty und lassen sich von Bürgermeister Jens Hünerbein vorlesen. An heißen Tagen können sie in Planschbecken auf dem Hortgelände baden.

Die neuen Hortkinder üben natürlich auch den Weg zur Schule und zur Bushaltestelle. Für sie sei der späte Ferienbeginn in diesem Jahr ideal, sagte Hortleiterin Kirsten Flügge. Nach vier Wochen im Hort würden sie Einrichtung und Erzieher schon gut kennen, dann käme im September nur noch die Schule als neue Erfahrung auf sie zu.

Turbulentes Jahr von Schließung bis zum eingeschränkten Regelbetrieb

Von der kompletten Schließung bis zum eingeschränkten Regelbetrieb liegt ein turbulentes Jahr hinter dem Hort „Weinbergstrolche“. Die Einrichtung hatte schon im vorigen Jahr ihr offenes Konzept umstellen müssen. Das kann nicht angewandt werden, solange Abstand zu halten ist.

Im Moment und vermutlich auch im neuen Schuljahr gibt es eine Einteilung in Kohorten, das heißt die Erst- und Zweitklässler sowie die Dritt- und Viertklässler bilden analog zur Grundschule jeweils eine Gruppe. Das Hortgebäude wurde entsprechend umgeräumt. Auch der Spielplatz ist aufgeteilt. Hier wird regelmäßig gewechselt, damit jedes Kind mal jedes Spielgerät nutzen kann. Wenn die großen Kinder in den Ferien auf Tour sind, dürfen die Kleinen den gesamten Spielplatz und das gesamte Gebäude nutzen.

Die 4. Etage ist derzeit eine Baustelle. Das Stockwerk im Haus K 30 war zuletzt zur Hortnutzung umgebaut worden. Jedoch hatten die Erzieher festgestellt, dass es auf der Etage wesentlich lauter ist. Beim Umbau waren keine Akustikelemente berücksichtigt worden. Das konnte über Fördermittel zum Ausbau der Ganztagsbetreuung nachgeholt werden.

Lösung für Garderobensituation in Pandemie gefunden

Im Erdgeschoss wurde die bisherige Jungstoilette in ein WC umgebaut, das Jungen und Mädchen gleichermaßen nutzen können. So haben beide jetzt vom Spielplatz aus einen kurzen Weg.

Mit der Garderobensituation sei man lange nicht zufrieden gewesen, erklärte Kirsten Flügge. Hier habe die ungewöhnliche Situation aufgrund der Pandemie die Lösung gebracht. Nicht andere Möbel, wie bislang gedacht, sondern eine andere räumliche Aufteilung löste das Problem.

Bei der Bewältigung der Pandemie seien drei Dinge im Hort besonders wichtig gewesen, setzte die Hortleiterin hinzu. Zu allererst natürlich die Kinder. Ihnen in der schwierigen Corona-Zeit so viel Normalität und Stabilität wie möglich zu bieten, stand an erster Stelle. Die Grundschule „Am Weinberg“ und der Hort stimmten sich dabei eng ab. Kinder und Eltern sollten nichts davon mitbekommen, dass beide Einrichtungen unterschiedlichen Ministerien unterstehen und deshalb auch unterschiedliche Corona-Vorgaben bekommen konnten. Eine Lösung fanden die Vertreter von Grundschule und Hort vor Ort. Die Kooperation klappe sehr gut.

Team des Hortes zieht an einem Strang

In diesem Zusammenhang sei noch einmal klar geworden, wie wichtig das Team des Hortes ist. Dabei bezog Kirsten Flügge neben den Erzieherinnen und Erziehern ausdrücklich das technische Personal und die Praktikanten ein. Teilweise habe die Einrichtung über Nacht neue Erlässe umsetzen müssen. Das funktioniere nur, wenn alle an einem Strang ziehen.

Im September und Oktober wird der Hort mit mehreren Veranstaltungen die 20-jährige Trägerschaft des DRK feiern. Vorgesehen sind unter anderem eine Sportveranstaltung und ein Kinderfest mit vielen Überraschungen.

Zum Tag der offenen Tür im Oktober sind ganz besonders ehemalige Hortkinder eingeladen. Wer möchte, kann sich an der Erinnerungswand verewigen. Auch die Eltern der neuen Hortkinder können sich die Einrichtung an diesem späten Nachmittag ganz genau ansehen.

Und im November können sich alle Kinder schon auf die Mystische Nacht freuen. Die soll dieses Jahr am 12. November endlich wieder stattfinden, und nächstes Jahr sind auch wieder Ferienlager des Hortes geplant.