Burg l Mit den konkreten Plänen für die millionenschwere Sanierung der Burger Schwimmhalle und das Projekt „Klima Lokal“ wollen die Stadt und Stadtwerke die Landesbauausstellung (LBA) am Wochenende bereichern. Jetzt stehen auch alle technischen Einzelheiten bis ins letzte Detail fest.

Stand im 2018 die Landesgartenschau (Laga) im Mittelpunkt der Burger Präsentation auf der LBA in Magdeburg, ziehen Stadtverwaltung und Stadtwerke auf dem gemeinsamen Stand mit Einblicken in die nächste Großinvestition in der Kreisstadt nach: Besucher können sich über die Sanierung der Burger Schwimmhalle für stolze 8,4 Millionen Euro informieren, die jetzt bis in den letzten Winkel durchgeplant ist und erstmals in vollem Umfang vorgestellt wird.

Immerhin: Dass Burg kurz nach der Laga ein weiteres Mammutprojekt finanziell stemmen kann, war noch vor zwei Jahren nahezu undenkbar. „Deshalb haben wir allen Grund, den Gästen der LBA das Projekt umfassend vorzustellen“, sagt Sven Wagener, städtischer Sachgebietsleiter Stadtplanung/Städtebauförderung. Zwar sei der Scheck über die Sportförderung noch nicht in Burg eingetroffen, dennoch gebe es deutliche Zusagen vom Land. Das heißt: Für das Vorhaben muss die Stadt aus eigener Kasse rund 4,1 Millionen Euro (einschließlich Sauna) aufbringen, während über Städtebau-Fördermittel 2,4 Millionen und über Sportförderung 1,9 Millionen Euro beigesteuert werden. Mit diesem Geld wird „alles rundum erneuert“, versichert Wagener. Das Bauprogramm ist mehr als stattlich: Es umfasst die energetische Gesamtsanierung der Gebäudehülle ebenso wie die barrierefreie Erreichbarkeit, neue Lüftungstechnik und Wasseraufbereitung, neue Beckenauskleidungen aus Edelstahl, Schwimmbecken auf einer Ebene, eine neue Unterdecke in der Halle, 22 Duscheinheiten mit elektronischen Armaturen, zeitgemäße Ankleiden, Fußbodenheizung oder LED-Belechtungstechnik.

Zeitplan

Auch der Zeitplan ist sportlich: Die Arbeiten sollen bereits Ende des Jahres beziehungsweise Anfang 2020 beginnen und bis zum Sommer 2021 andauern. Ein Wermutstropfen bleibt den vielen Nutzern: Sollte die Technik weiter durchhalten, wird es zwar in diesem Jahr keine wartungsbedingte Sommerpause geben, so Wagener. Aber das komplette kommende Jahr bleibt die Halle dann eine Großbaustelle.

Für die Stadtwerke als Partner der Stadt steht in diesem Jahr der Klimaschutz im Fokus der LBA, kündigt Geschäftsführer Alfred Kruse an. So wird das Projekt „Klima Lokal“, das sich auch für den individuellen Geldbeutel auszahlt, auf praktische Weise erläutert und vorgestellt. Denn es soll sich lohnen, beispielsweise Heizungsanlagen auf Erdgas mit Brennwertkessel umzustellen und somit die Kohlendioxid-Emissionen zu mindern.

Zahlreiche Vorhaben werden durch die Stadtwerke nicht nur fachlich begleitet, sondern auch finanziell belohnt, so Kruse. Wie das im Einzelnen funktioniert, dafür haben die Stadtwerke sogar einen Comic mit den Figuren Günter und Tobias gedreht, den LBA-Besucher erleben können. Und auch ein farbenfrohes Blumenband wird den Stand durchziehen, sagt Stadtwerke-Mitarbeiterin Elke Schütze. „Wir werden wieder 300 Primeltöpfe verteilen. Denn die sind immer ganz besonders gefragt.“

Stadt und Stadtwerke sind Freitag bis Sonntag in den Magdeburger Messehallen, Halle 1, Stand 1, 2, 3 zu finden.