Burg l Beagle sind ausgesprochene Meute-Hunde und nicht zimperlich. Kein Wunder, dass sie gemeinsam gern auf Stöberjagd gehen würden. Das mit dem Weidwerk ist zwar auf dem Gelände des Hundesportvereins (HSV) in Burg nicht möglich, aber ausgiebig toben können die munteren Vierbeiner allemal. Sogar über Stunden, wenn Herrchen oder Frauchen die Zeit mitbringen.

Und die nahmen sich jetzt mehr als 20 Hundefreunde, denn der Beaglespielplatz kann auf sein fünfjähriges Bestehen in Burg zurückblicken. Seit der Gründung treffen sich die Halter einmal im Monat für zwei Stunden. „Man lernt sich kennen und die Hunde haben ihren Spaß“, sagt Sybille Krüger aus Burg, die zum festen Stamm gehört und sich freut, wie sich die Beagle untereinander verstehen und das eine oder andere tierische Missverständnis selbst klären. Frauke Wieland, die die Fäden für den Burger Spielplatz in der Hand hält, ist froh über die Gemeinschaft, die mit den Jahren gewachsen ist und auch dort hilft, wo es bitter nötig ist. Beispielsweise jetzt, wo 19 Beagle von Amts wegen im Burger Tierheim versorgt werden müssen, weil die Zustände beim bisherigen Halter in Bergzow (Elbe-Parey) alles andere als artgerecht waren.

Sofort wurde eine große Spendenaktion ins Leben gerufen, an der sich auch Beaglespielplätze in ganz Deutschland und darüber hinaus beteiligten. So wurde nicht nur die Platzmiete, die gewöhnlich der HSV Burg erhält, in eine große Beagle-Hilfsbox geworfen, sondern auch die Spenden aus dem Kuchenbasar des Tages. „Die Bereitschaft mitzumachen, war riesengroß“, freut sich Frauke Wieland. In der kommenden Woche soll das Geld an das Tierheim in Schartau übergeben werden. Dessen Leiterin Astrid Finger konnte sich in den zurückliegenden Tagen über eine Welle der Hilfsbereitschaft freuen. Vor allem, weil diese Zusatzkosten nicht von Behörden erstattet werden. „Wir sind über jede Spende froh, um die Hunde wieder aufzupäppeln und später vermitteln zu können“, sagt sie.

Der Fall in Bergzow hat die Mitglieder des Beagle-Spielplatzes tief berührt, bestätigt auch Jaqueline March aus Magdeburg. Deshalb wurden neben Geld beispielsweise auch Hundespielzeuge und -geschirr gespendet.