Arbeitseinssatz der Feuerwehr Gerwisch und des Fördervereins zum 100. Wehr-Geburtstag

Decke weiß, Autos flott, Eingang neu

Von Thomas Rauwald

Rund 40 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Gerwisch und des Fördervereins der Wehr haben am Sonnabend bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz ihr Feuerwehrgerätehaus und das alte Feuerwehrgebäude auf Vordermann gebracht. Außerdem wurde an der alten Feuerwehrspritze weitergearbeitet und Fahrzeugtechnik für den Festumzug fit gemacht.

Gerwisch. "So langsam fängt die Geschichte an zu kribbeln", sagt Ortswehrleiter Wolfgang Beckmann. Zwei Wochen vor dem großen Jubiläum steige die Spannung, doch man sei schon fast auf der Zielgerade.

Beim zünftigen Frühstück an der langen Tafel bedankt sich der Feuerwehrchef dann auch bei allen, die dem Aufruf zum Arbeitseinsatz gefolgt sind. Rund 40 Männer und Frauen putzen, malern, sortieren, räumen auf, jäten Unkraut und beschneiden Büsche, teeren Dächer oder reparieren alte Feuerwehrtechnik.

Die Mitglieder, so Beckmann, seien natürlich herzlich eingeladen zum Festempfang der Wehr am Freitagabend.

Die Gerwischer Freiwillige Feuerwehr begeht mit einem langen Festwochenende vom 1. bis 4. September die Feierlichkeiten zum 100. Gründungstag ihrer Wehr.

Die Kameraden und die Mitglieder des aktiven Fördervereins wollen sich vor ihren Gästen natürlich nicht blamieren. Natürlich müssen alle Fahrzeuge blitzen, darf die alte Technik bei dem Festumzug am Sonntagvormittag nicht versagen.

In der Werkstatt wird eine bullige MZ-Motorradmaschine zum Laufen gebracht. Der rote Lack verrät, dass es einstig eine Feuerwehrmaschine war. Wenige Schritte weiter wird ein roter Robur der LO-Serien ausgeräumt. Neben der Tragkraftspritze kommen mehrere Holzkoffer mit antiquierten Werkzeugen und einst raren Ersatzteilen ans Tageslicht. Natürlich wird ein Blick auf den Motor geworfen, der zwischen dem Fahrer- und dem Beifahrersitz angeordnet ist.

In einer anderen Ecke kommt modernes und wirksames Werkzeug zum Einsatz. Mit Hilfe eines gewalten Tackers, der wie eine Waffe aus Weltraumfilmen anmutet, bauen junge Männer und eine junge Frau aus Holzpaletten kleine Häuschen zusammen. Diese sollen bei einer Feuerwehrvorführung eine heiße Rolle spielen.

An der Giebelseite des Feuerwehrgerätehauses werden die Rabatten gepflegt. Im Inneren des Gebäudes sprüht ein vermummter Mann die Wände und die Decke des Versammlungs- und Schulungsraumes weiß, während an der Fassade die Lampen geputzt werden.

Im alten Feuerwehrgeätehaus wird am Schmuckstück der Kameraden - einer alten Feuerwehrspritze - gearbeitet. Seit Wochen befindet sie sich in der Rekonstruktion. Viele Helfer waren und sind daran beteiligt. Die Firma Süppli aus Heyrothsberge hat das Eisenskelett gestrahlt, Wolfgang Selinger zauberte die kleinen Messing und Kupferteile hin, Restaurator Heiko Gieraths befasste sich mit den Rädern, die am Wochenende montiert wurden.