Spielplatz Heyrothsberge

Der jüngste in der Biederitzer Spielplatzfamilie findet sich in der Breitscheidstraße Heyrothsberge

Auf dem ehemaligen Schulgelände wird heute wieder getobt: Der Spielplatz in der Heyrothsberger Breitscheidstraße ist der jüngste in der Biederitzer Spielplatzfamilie. Die Initiative dazu hatte Ortsbürgermeister Kurt Sattler ergriffen.

Von Anke Reppin
Der Spielplatz auf dem ehemaligen Schulhof in der Heyrothsberger Breitscheidstraße ist der jüngste in der Gemeinde Biederitz.
Der Spielplatz auf dem ehemaligen Schulhof in der Heyrothsberger Breitscheidstraße ist der jüngste in der Gemeinde Biederitz. Foto: Anke Reppin

Heyrothsberge

Als sich der Heyrothsberger Ortsbürgermeister Kurt Sattler vor mehr als sieben Jahren um die Erneuerung des Friedhofes in der Breitscheidstraße kümmerte, fiel ihm in eben dieser Straße ein Gemeindearbeiter auf, der auf einem Grundstück den Rasen mähte. „Warum mähst Du denn den Rasen auf einem Privatgrundstück“, wollte Sattler von ihm wissen. Und erfuhr, dass es sich um ein Gemeindegrundstück handele. Zu diesem Zeitpunkt hatte Kurt Sattler schon einige Zeit nach einem geeigneten Grundstück für einen Spielplatz in seinem Ort gesucht.

Das ehemalige Schulgelände

Es ist das Gelände der einstigen Schule in Heyrothsberge. Auf der einen Hälfte steht ein Mehrfamilienhaus - auf der anderen findet sich heute der Spielplatz. Denn Kurt Sattler wandte sich umgehend an Gemeindebürgermeister Kay Gericke mit der Idee, hier den Spielplatz anzusiedeln, welche der Ortschaft bis dahin noch fehlte. Auch in Anwohner bezog der Ortsbürgermeister in seine Überlegungen mit ein. Es sei ihm wichtig gewesen, dass die Nachbarn mit einer solchen Spielfläche auch einverstanden waren, sagt Sattler. Anschließend sammelte er fleißig Spendengelder ein.

2014 konnte die Fertigstellung des Spielplatzes gefeiert werden. Das Projekt war über die Spenden von Einwohnern hinaus auch über ein europäisches Programm zur Entwicklung des ländlichen Raumes gefördert worden.

Heute finden Eltern und Kinder auf dem sehr gepflegten und umzäunten Platz ein großes Spielhaus mit Hängebrücke und Klettermöglichkeiten, eine Rutsche, einen Sandkasten und noch einige Spielmöglichkeiten mehr. Auch eine überdachte Sitzmöglichkeit ist Teil des Heyrothsberger Spielplatzes.

Planungen auch für Königsborn

Als letzter Ort ohne Spielplatz steht in der Gemeinde Biederitz jetzt nur noch Königsborn da. Seit Jahren setzen sich hier die Ortschaftsräte für eine Spielfläche für ihre Kinder ein. In diesem Jahr soll nun mit der Planung begonnen werden, wie der Biederitzer Bauamtsleiter Christian Karius ankündigte. Es seien Mittel in Höhe von 4000 Euro in den Haushalt dieses Jahres eingestellt. Eine Landschaftsplanerin möchte in ihre Überlegungen für den Königsborner Spielplatz auch die Kita-Kinder des Ortes mit einbeziehen. Sie möchte wissen, wie sich die Kinder ihren Ort zum Spielen vorstellen.

Die Errichtung des Spielplatzes in der Königsborner Straße des Friedens soll dann auch über eine Förderung erfolgen. Darüber hinaus hatten die Ortschaftsräte bereits einen Sponsor aufgetan.

Die Gemeinde Biederitz hat in die Anschaffung und die Erneuerung ihre Spielplätze seit 2016 mehr als 50 000 Euro investiert, erklärte Kay Gericke. Für Instandsetzungen seien in dieser Zeit durchschnittlich rund 13 000 Euro jährlich aus dem Gemeindehaushalt geflossen. Darüber hinaus seien Spendenbereitschaft und Eigeninitiative der Einwohner groß.

Gemeindebürgermeister Kay Gericke und Ortsbürgermeister Kurt Sattler auf dem Spielplatz in Heyrothsberge.
Gemeindebürgermeister Kay Gericke und Ortsbürgermeister Kurt Sattler auf dem Spielplatz in Heyrothsberge.
Foto: Anke Reppin