Freizeit-Sport

Erste Boule-Versuche bei Grün-Weiß Möser kommen gut an

Boule ist im Jerichower Land bisher noch keine weit verbreitete Sportart. Das möchten Harald Hitziger und die TSG Grün-Weiß Möser jetzt ändern und luden zu Schnupperstunden ein, die gut besucht waren und erste sportliche Erfolge aufwiesen.

Von Nicole Grandt
Konzentration vor jedem Wurf:  Das frisch gebackene Team will gewinnen.
Konzentration vor jedem Wurf: Das frisch gebackene Team will gewinnen. Foto: Nicole Grandt
Diese Ausrüstung wird für eine Partie Boule benötigt.
Diese Ausrüstung wird für eine Partie Boule benötigt.
Foto: Nicole Grandt
Wessen Kugel liegt am nächsten bei der Zielkugel? Die Spieler schauen genau hin.
Wessen Kugel liegt am nächsten bei der Zielkugel? Die Spieler schauen genau hin.
Foto: Nicole Grandt

Möser - Harald Hitziger kneift die Augen zusammen, wirkt konzentriert und wirft seine Boule-Kugel dann gekonnt nach vorn. Diese landet sehr nahe neben der kleinen orangen Zielkugel. Anerkennendes Gemurmel ist von den anderen Spielern und Spielerinnen auf dem Sportplatz im Waldstadion in Möser zu hören. Harald Hitziger schaut zufrieden, während sich die anderen neu gewonnenen Boule-Spieler positionieren, um ebenfalls einen Wurf zu wagen. Hitziger selbst ist schon ein alter Hase, was Boule angeht. Er spielt es schon seit Jahren, aber als er ins Jerichower Land zog, fiel ihm auf, dass Boule hier nicht besonders bekannt ist. „Ich komme aus Westdeutschland, da ist Boule sehr verbreitet. Und auch in Magdeburg und Halle gibt es viele aktive Teams, nur hier im Landkreis tat sich noch nichts. Das wollte ich ändern.“ Zusammen mit der TSG Grün-Weiß Möser lud Hitziger nun zu Schnupperstunden ein, um Personen aus der Gemeinde Möser für den Sport zu begeistern. Mit Erfolg. „Die erste Schnupperstunde war gut besucht und auch heute sind wieder mehrere Personen gekommen, sodass es auf jeden Fall reicht, ein Team zu bilden“, freut sich der Initiator. Ihm ist bewusst, dass der Besuch einer Schnupperstunde nicht automatisch damit verbunden ist, dass die Boule-Interessenten auch in den Verein eintreten und dauerhaft spielen. „Aber man sieht deutlich, dass das Interesse da ist, und vielleicht bleiben einige auch dabei.“

Es geht um Spaß, nicht um Leistung

Hitziger betont, dass es beim Boule nicht vorrangig um Leistung und Erfolg geht. „Wenn wir eine Boule-Gruppe bei der TSG zusammenbekommen, soll es um Freizeitspaß gehen und um Geselligkeit. Wir müssen keine Wettbewerbe gewinnen, es ist viel wichtiger, dass man Spaß hat und unter Leute kommt, denn soziale Kontakte und etwas Bewegung sind sehr wichtig.“

Für Boule muss man keine besonderen Voraussetzungen oder Kenntnisse erfüllen. Harald Hitziger ist es wichtig herauszustellen, dass auch Menschen mit Handicap problemlos beim Boule mitspielen können. Menschen mit Einschränkungen in den Sport zu integrieren stuft er als wichtiges Thema ein.

Regeln sind schnell gelernt

Doch wie funktioniert Boule eigentlich? Hitziger als langjähriger Spieler hat die Regeln schnell erklärt. Zunächst einmal braucht man ein Team aus zwei, vier oder sechs Personen. Dann wird ausgelost, welches der Teams anfangen soll. Ein Spieler der beginnenden Mannschaft zieht auf dem Boden einen Kreis von etwa 50 Zentimeter Durchmesser. Von diesem aus wird geworfen. Zunächst wird die Zielkugel geworfen. Dann versucht ein Spieler des ersten Teams, die erste Kugel so nahe wie möglich an die Zielkugel zu werfen. Dann ist das andere Team an der Reihe, das wiederum versucht, die Spielkugeln so nahe wie möglich zur Zielkugel zu werfen. Dabei ist es erlaubt, die Kugeln des gegnerischen Teams zu berühren oder gar wegzuschießen. Sind alle Kugeln geworfen, werden die Punkte ausgezählt. Dabei gibt es mehr Punkte für das Team, deren Kugeln näher an der Zielkugel liegen. Wenn ein Team 13 Punkte erlangt hat, ist die Partie beendet.

Die Regeln sind schnell gelernt, sodass die Teilnehmer der Schnupperstunde schon nach einer kurzen Einführung und einigen Probewürfen zusammen spielen können. Und einen gewissen Ehrgeiz entwickeln, denn Harald Hitziger wird mehrfach nach einem Maßband gefragt, da die Spieler und Spielerinnen genau nachsehen wollen, wer denn nun die erfolgreichsten Würfe gelandet hat.

Wer die Schnupperstunden verpasst, aber dennoch Lust auf eine Teilnahme bei Boule-Spielen hat, kann sich bei Harald Hitziger unter der Telefonnummer 015201415807 oder per Mail an hitzigerharald@gmail.com melden.