Hohenwarthe/Lostau l „Ich bin sehr froh, dass der Radweg nun endlich gebaut wird“, zeigte sich Frank Winter (CDU), Ortsbürgermeister von Hohenwarthe zufrieden, als der erste Spatenstich an der Landesstraße 52 gesetzt wurde. „Wir haben wirklich lange darauf gewartet“, erklärte Winter. Für die Bürger von Hohenwarthe und Lostau sei dies ein Wunsch gewesen, der nun umgesetzt wird. Dazu war auch Thomas Webel (CDU), Verkehrsminister von Sachsen-Anhalt gekommen, um den Beginn des seit langer Zeit gewünschten Bauvorhabens einzuläuten.

Radfahrer müssen nicht mehr auf die L 52

„Es war seit Jahren klar, dass ein Radweg fehlt“, gab Winter zu bedenken. Bernd Köppen (parteilos), Bürgermeister von Möser, stimmte ihm zu: „Seit rund 25 Jahren wurde versucht, hier endlich einen Radweg umzusetzen. Und jetzt ist es gelungen. Gerade in der heutigen Zeit, wo Klimaschutz und CO2-Ausstoß so in den Fokus gerückt sind, hat eine Unterstützung für Radfahrer eine wichtige Signalwirkung.“

Frank Winter gab auch den Aspekt der Sicherheit zu bedenken: „Es fahren sehr viele Leute den Weg zwischen Lostau und Hohenwarthe, wenn sie zum Einkaufen wollen oder auch zur Arbeit in der Lungenklinik, die schließlich hier in der Gegend ein großer Arbeitgeber ist.“

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Es sei wichtig, dass mit dem Weg mehr Verkehrssicherheit für Radfahrer geschaffen wird. Diesen Punkt unterstrich auch der Verkehrsminister: „Die Radfahrer müssen nun nicht mehr die stark befahrene Straße nutzen.“ Für ihn hat der Radweg allerdings nicht nur praktischen Nutzen. „Der neue Radweg führt durch die schöne Landschaft an der Elbe“, so der Minister. Somit könnte er sich auch für Ausflüge und andere Freizeitaktivitäten der Bewohner der umliegenden Orte eignen.

Nach dem ersten Spatenstich beginnen nun die Bauarbeiten an dem ersten Streckenabschnitt, der rund drei Kilometer lang sein wird.

Erster Abschnitt kostet rund 600.000 Euro

Diese Strecke führt vom nördlichen Ortsbereich von Hohenwarthe bis zur Lungenklinik in Lostau. Die Kosten dieses Abschnitts belaufen sich auf etwa 600.000 Euro, gab der Verkehrsminister an. „Für den Radweg muss allerdings nicht extra eine neue Brücke errichtet werden, erklärte Bernd Köppen. Der Weg wird unter der Autobahnbrücke der A2 hindurchführen. Die Radfahrer werden in Zukunft auf einem zweieinhalb Meter breiten, asphaltierten Weg fahren können.

Durch den Neubau des Radweges wird die bestehende Lücke für Radfahrer auf der freien Strecke zwischen den Ortslagen geschlossen.

Die Baustelle wird den Verkehr auf der L 52 allerdings nicht beeinflussen, versprach der Verkehrsminister. „Die Autofahrer sollten lediglich an den Ein- und Ausfahrten der Baustelle etwas vorsichtiger sein.“

Zweiter Abschnitt und Brückenarbeiten folgen

Die Bauarbeiten sollen planmäßig am 30. Oktober 2020 abgeschlossen sein, anschließend wird der Radweg zur Nutzung frei gegeben. Im folgenden Jahr wird ein weiterer, etwa 800 Meter langer Abschnitt des Radweges entlang der L 52 gebaut, erklärte Uwe Gent, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Möser.

Während an dem Radweg gebaut wird, soll auch das Brückenbauwerk erneuert werden. Die Kosten für das komplette Bauvorhaben werden in etwa 1,4 Millionen Euro betragen.

Um das Bauvorhaben zu eröffnen, waren die Bürgermeister und der Verkehrsminister an die L 52 gekommen, um den ersten Spatenstich zu setzen. Trotz des starken Windes im Nachhall von Sturm „Sabine“ gelang dieser problemlos.