Kalitz/Hobeck l Über den Brand der Kompostieranlage informierte am 4. August (Sonntag) um 22.34 Uhr sogar das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auf seiner Internetplattform: In der dortigen Warnung hieß es: „Aufgrund eines Brandes in der Siloanlage Möckern kommt es zu einer starken Rauchentwicklung. Abzugsrichtung erfolgt in Richtung der Ortschaften Hobeck und Klepps. Nach Angaben der Leitstelle brennen landwirtschaftliche Produkte wie Silage und Holzreste.“

Katastrophenamt: „Fenster und Türen zu machen

Weiter hieß es in der Handlungsempfehlung: „Schalten Sie Rundfunk und Fernsehen an. Informieren Sie sich über alle verfügbaren Medien. Bitte schließen Sie sofort Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen ab.“ Tatsächlich musste ein Teil der Löscharbeiten durch Atemgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehrleute erfolgen.

Zum ersten Mal brannte es in der Nacht zum Sonntag, am 3. August, gegen 23.30 Uhr auf der Kompostierungsanlage. Aus bisher unbekannter Ursache stand das trockene Kompostmaterial in Flammen. Bis etwa 3 Uhr morgens waren Feuerwehrleute aus Hobeck, Möckern und Leitzkau im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Mit der aus Gommern angeforderten Wärmebildkamera wurde versucht, sämtliche Glutnester abzulöschen.

Bilder

20 Stunden später erneuter Brand

Warum es nur 20 Stunden später erneut auf der Kompostierungsanlage brannte, ist noch unbekannt. Laut Aussagen des Stadtwehrleiters von Möckern, Meik Schulz, konnte sich auch der Betreiber der Anlage nicht erklären, wie es zu dem Brand kommen konnte.

Das Feuer am Sonntagabend war deutlich größer als das in der Nacht zuvor, so Stadtwehrleiter Meik Schulz. Als schwierig erwies sich an beiden Einsatzabenden die Versorgung mit ausreichend Löschwasser. Die beiden Wasserbecken direkt neben der Kompostierungsanlage dienen nur der Entwässerung der Lagerflächen und konnten nicht als Löschteiche genutzt werden. Die Trinkwasserentnahmestelle gegenüber der auf einem Hügel gelegenen Anlage lieferte kaum genug Wasser, um die Löschfahrzeuge zu versorgen. Während der Löscharbeiten soll es in Hobeck und Göbel zu Druckschwankungen gekommen sein, berichtete am Sonntag ein Feuerwehrmann.

Hilfe von Landwirten

Sowohl in der Sonnabendnacht als auch am Sonntagabend waren die Feuerwehrleute dankbar, auf herangefahrenen Wassertanks von Landwirten zurückgreifen zu können. Ebenfalls mit Hilfe von Landwirten aus der Region sowie Firmenmitarbeitern war es möglich, die brennenden Kompostmassen mit Radladern auseinander zu ziehen.

Beim zweiten Brand in der Nacht zu Montag konnten laut Stadtwehrleiter Meik Schulz die letzten Kameraden erst um 1.40 Uhr die Einsatzstelle verlassen. Zum Einsatz kamen erneut die Freiwilligen Feuerwehren Hobeck mit neun und Loburg mit 13 Kräften. Später kamen noch das Tanklöschfahrzeug 24/50 von Möckern und ein Mitarbeiter vom FTZ, der Atemschutzgeräte und Schlauchmaterial tauschte, dazu.