Möckern/Tryppehna l Trotz Corona-Pandemie ist es möglich, dass die beliebte Veranstaltung an diesem Wochenende stattfinden kann. Auf dem Flugplatz am Tryppehnaer Abzweig der B 246 a sind die Voraussetzungen gegeben, dass die Besucher Abstand halten können. Los geht es am 22. August und am 23. August jeweils ab 10 Uhr auf dem Flugplatzelände. Für die Bewirtung ist an beiden Tagen gesorgt. Höhepunkt dieser Tage wird der Besuch einer DO 27, einer Yak 52 und vielen anderen Flugmaschinen sein. Dadurch gibt es etliche Mitfluggelegenheiten. Am Platz kann kostenlos gezeltet werden. Der Eintritt und das Parken sind kostenlos.

Der Fliegerclub hatte aus dem „Wir“- Fördertopf der Stadt Möckern Fördermittel beantragt und erhalten.

Ersatz aus Ballenstedt

Neues gibt es zu der beliebten JAK 52 zu berichten. Nachdem die Teilnahme des sowjetischen Militärschulflugzeugs zunächst abgesagt worden war, haben die Organisatoren des Flugfestes nun Ersatz gefunden. Es handelt sich um eine geliehene Maschine aus Ballenstedt, so Wolfgang Mathews. Die zweisitzige Jak-52 ging aus dem einsitzigen Kunstflugzeug Jak-50 als Trainer für die militärische Grundschulung hervor und bietet beim Flugfest Mitflugmöglichkeiten.

Der Vereinsvorstand Wolfgang Mathews informiert, dass zum Flugfest auch eine Hüpfburg, Segelflieger und vermutlich auch Fallschirmspringer dabei sein werden. Mitfliegen ist in manchen Fliegern möglich. Man muss dabei aber die Mund-Nase-Maske aufsetzen. Die Jak kann leider nicht kommen.

Interessierte können an beiden Veranstaltungstagen auch die Gelegenheit nutzen, sich über Ausbildungsmöglichkeiten zu allen Luftsportarten informieren.

Statt Filmpremiere gemütliches Lagerfeuer

Zum Jubiläumsflugfest wollten die Vereinsleute eigentlich auch ein Video über die Einheitsgemeinde Stadt Möckern mit vielen Luftaufnahmen produzieren und am 22. August öffentlich aufführen. Aber dieses Vorhaben muss coronabedingt ausfallen. Statt zu einer Film-Premiere soll daher am Sonnabendabend zum gemütlichen Lagerfeuer eingeladen werden.

Der Fliegerclub Möckern wurde am 3. Februar 1990 als 1. Mitteldeutscher Gleitschirm- und Drachenfliegerverein. Vor der politischen Wende im Jahr 1989 war es noch verboten, mit Drachen und Gleitschirmen zu fliegen. Doch es gab schon damals ein paar heimliche Piloten. Nach der Wende erhielten die Flieger ganz offiziell die Möglichkeit, Brachfelder der Agrarwirtschaft Möckern zu nutzen. „Dieser Agrarwirtschaft haben wir vieles zu verdanken. Auch die heutige Fläche des Flugplatzes wurde uns damals großzügig überlassen“, so Mathews wei- ter. Nach fünfjähriger Antrags-zeit wurde dem Platz endlich die behördliche Zulassung als Sonderlandeplatz erteilt. Als Aufstiegsmöglichkeit für Dra- chen und Gleitschirmschlepp dient seit 1994 eine Winde. Vo-rangegangen waren zwei Jahre Bauzeit und Erprobung.

Im Jahre 1995 wurde der Verein dann in „Fliegerclub Möckern e. V.“ umbenannt, um allen nichtmotorisierten und den dazugekommenen moto- isierten Ultraleichtflugzeugen unter einem Namen gerecht zu werden. „Als Fliegerclub Möc-kern sind wir in dieser Art der Flugplatzzulassung in Sachsen- Anhalt der einzige Verein“, sagt Wolfgang Mathews.

Aktuell 21 Mitglieder

Aktuell zählt der Fliegerclub Möckern Fliegerverein besteht 21 Mitglieder. Sie kommen aus Möckern, Stegelitz, Tryppehna sowie Magdeburg und Umgebung. Der Flugplatz hat sich auch deutschlandweit einen Namen gemacht. „Oft haben wir viele Kaffeegäste zu Besuch“, so Vereinsvorsitzender Wolfgang Mathews.

Ausflüge in Alpen und nach Tirol

Zu fliegerischen Höhepunkten im Vereinsleben zählen auch Ausflüge der Mitglieder in die Alpen und nach Tirol.

Im Mitteilungsblatt der Stadt Möckern wurde das 30-jährige Bestehen des Fliegerclubs ebenfalls gewürdigt. Nun können es die Besucher des Flugfestes vor Ort tun.