Burg l Das Verhältnis zwischen Stadtverwaltung und Stadthallen-Pächterin Janin Niele ist wieder belastet. Grund: Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) hat Niele um einen Gespräch gebeten. Bei dem Treffen sollte ausgelotet werden, ob die Volkssolidarität möglicherweise vor dem Ende des städtischen Vertrages mit der PSE Service GmbH (Niele) zum 30. April 2020 die Halle mit nutzen könnte. Niele reagierte erbost auf Facebook und fragte, weshalb die Volkssolidarität ins Haus wolle und ob der Stadtrat von diesem Ansinnen überhaupt wüsste. Die Vorgehensweise bezeichnete sie als korrupt.

Stadtverwaltung reagiert überrascht

Die Stadtverwaltung zeigte sich überrascht von der öffentlichen Reaktion Nieles. „Es geht überhaupt nicht darum, den Vertrag mit Frau Niele vorher auszuhebeln. Wir wollten nur klären, ob die Volkssolidarität ein Büro nutzen und auch Kaffeenachmittage durchführen könnte“, sagte Pressesprecher Bernhard Ruth. Die Volkssolidarität habe nicht die Absicht, den Saal oder das Restaurant selbst zu betreiben. Für Veranstaltungen könnte es sogar organisatorische Synergieeffekte mit Janin Niele geben, so Ruth.

Niele selbst hofft, dass die Betreibung der Stadthalle noch einmal Thema des neu gewählten Stadtrates sein werde. „Wir reden mit den Parteien und Menschen darüber.“

Gespräche im Stadtrat

Nachdem der Gesprächsverlauf zwischen Stadt und Niele am Dienstag (6. August) öffentlich wurde, kündigte bereits Frank Endert von der gleichnamigen Wählergemeinschaft am Mittwoch an, dass der alte Beschluss, der eine Kündigung des Pachtvertrages zum Inhalt hatte, revidiert werden müsse. Er werde als Mitglied der AfD-Fraktion entsprechende Gespräche im Stadtrat führen.