Tablet-PCs eingetroffen

Gommerns Grundschule „Am Weinberg“ erhält neue Tablet-PCs für den Unterricht und das Distanzlernen

Von Manuela Langner
Johanna und Finn nutzten den Tablet-PC gestern für ein Mathe-Duell. Die Grundschule ?Am Weinberg? in Gommern hat seit dieser Woche weitere 36 Geräte erhalten.
Johanna und Finn nutzten den Tablet-PC gestern für ein Mathe-Duell. Die Grundschule ?Am Weinberg? in Gommern hat seit dieser Woche weitere 36 Geräte erhalten. Foto: Manuela Langner

Gommern

Rechenaufgaben im „Mathe-Duell“ lösten gestern Vormittag die Schüler von Lehrerin Jane Malewski. Ein Fingertippen auf die richtige Antwort reichte aus, und schon wurde die nächste Aufgabe aufgerufen. Die Jungen und Mädchen waren eifrig bei der Sache.

Seit Dienstag steht der Grundschule „Am Weinberg“ der zusätzliche Satz Tablet-PCs zur Verfügung. Die Stadt Gommern als Schulträgerin hatte letzten Herbst rund 20?600 Euro von Land und Bund zur Verbesserung der Rahmenbedingungen des digitalen Unterrichts erhalten. Stadträte und Stadtverwaltung hatten sich um eine schnelle Ausschreibung gekümmert, dennoch brauchte die Anschaffung der Geräte gut ein halbes Jahr. Die Nachfrage nicht nur durch Schulen ist derzeit sehr hoch. „Wir freuen uns, dass die Geräte endlich da sind“, sagte Gommerns Bürgermeister Jens Hünerbein (parteilos). Damit sei die Grundschule ein Stück mehr für die Zukunft gerüstet. Das betreffe auch das Homeschooling, sollte sich die Notwendigkeit dessen ergeben.

Eingesetzt werden die neuen Tablet-PCs vorrangig in den Klassen 3 und 4, erklärte Jane Malewski. So erhalten die 3. Klassen pro Woche eine Stunde schulspezifischen Unterricht, der für den Umgang mit Medien genutzt wird. Aber auch für andere Fächer sind die handlichen Computer ausgestattet. Mit der Mathe-App können die Grundrechenarten geübt werden, die Sachkunde-App hält viel Wissen rund um den Wald bereit und für den Ethik-Unterricht gibt es eine App über das Leben von Martin Luther, um nur einige Beispiele zu nennen.

Geräte später auch für Internetrecherchen nutzbar

Da die bisherigen Tablet-PCs der Grundschule von einem anderen Hersteller stammten, wurde den Lehrern eine Einführung angeboten, damit sie sich gut mit den Geräten auskennen.

„Die Schüler sollen die Tablet-PCs auch nutzen, um darauf mal etwas zu schreiben“, setzte Jane Malewski hinzu. Wenn nach den Sommerferien das Schulgebäude verkabelt ist und hoffentlich über einen schnellen Internetanschluss verfügt, dann könnten die Grundschüler die Geräte auch zum Recherchieren im Internet nutzen. „Beispielsweise, um etwas über unseren Landkreis oder unser Bundesland nachzuschlagen, oder im Kunstunterricht auch mal etwas über einen Künstler herauszusuchen.“

Bei Bedarf können die Tablet-PCs im Distanzunterricht an Familien verliehen werden, die keinen Computer haben. Dann schließen Eltern und Grundschule einen Nutzungsvertrag ab, und wenn der Präsenzunterricht wieder stattfinden kann, geht der Computer zurück an die Schule.