Im Bürgerholz zwischen Burg und Güsen wurden mehrere Koffer mit zum Teil noch unbekanntem Inhalt aufgefunden. Nach Angaben der Polizeinspektion Stendal hatte ein Mitarbeiter des Amtes für Denkmal- und Bodenschutz die Polizei gegen 12.30 Uhr über den auffälligen Fund informiert. In einem der Koffer befanden sich augenscheinlich ältere Waffenteile. Ein weiterer Koffer trug die Aufschrift „Toxic". Durch die Feuerwehr wurde der Gefahrenstoffzug angefordert.

Verdacht auf radioaktives Material

Blaulicht und Martinshorn im Minutentakt hatte am frühen Nachmittag auf einen Großeinsatz der Feuerwehren des Jerichower Landes hingedeutet. Lange war unklar, ob in den Koffern radioaktives Material gelagert wurde. Laut Vize-Landrat Thomas Barz befanden sich auf einem Teil der Koffer Strahlenaufkleber, die diesen Verdacht nahe legten. Am Nachmittag hatten die Einsatzkräfte des ABC-Zuges zunächst einen der Koffer geöffnet und ein zerlegtes Gewehr gefunden. Erst anschließend seien die Strahlenaufkleber entdeckt worden. Bei dem Gewehr gingen die Fachleute davon aus, so Barz, dass es sich um eine Waffe handelt, die deutlich nach dem Zweiten Weltkrieg hergestellt wurde.

Was sich genau in den Koffern befindet, stand bis Redaktionsschluss nicht fest. Das Gebiet ist weiter weiträumig abgesperrt.