Gerwisch l „Was ist das für ein Ergebnis“, sagte Roger Stöcker, Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Salzlandkreis bewundernd. Soeben war Kay Gericke mit 44 von 45 Stimmen, bei einer ungültigen Stimme in seinem Amt als Vorsitzender der SPD im Jerichower Land bestätigt worden. 100 Prozent auf Kreisebene, das habe er noch nicht erlebt, meinte Stöcker.

Klare Ansage gegen Rechts

Den ersten Applaus hatte der 44-Jährige am Freitagabend schon bekommen, bevor er in seinem Amt bestätigt worden war. Er habe Spaß am Vorsitz und wolle auch weiter mit Spaß bei der Sache sein. Auf der anderen Seite müsse man aber auch gegen Hass, die Verrohung der Sprache, den unkorrekten Umgang miteinander auftreten. „Rechtsradikalismus und Faschismus dürfen keinen Platz in der Gesellschaft haben“, forderte er und bekam besagte Bestätigung. Die SPD solle wie in der Vergangenheit eine Gefahr für die Diktatur bleiben, so könne man die Demokratie weiter verteidigen.

In seinem Rechenschaftsbericht hatte Gericke mit Blick auf die laufende Suche nach der Spitze der Bundespartei bemerkt, dass der Kreisverband bereits im vergangenen Jahr auf dem Landesparteitag den Antrag eingebracht hatte, den Bundes- und Landesvorsitzenden per Urwahl zu wählen. „Da wurde uns noch gesagt, dass das aus rechtlichen Gründen gar nicht möglich wäre“, erinnerte er sich. Nun werde es eine Urwahl geben, „wir waren also unserer Zeit voraus“.