Loburg l Denkt man an Loburg, dann denkt man meist auch gleich an den Storchenhof und somit auch an den Namen Kaatz. Kein Wunder also, dass zum Geburtstag von Mechthild Kaatz zahlreiche Gratulanten in den Sportpub Loburg kamen. Zu den Gästen zählten etwa der Landrat des Jerichower Landes Steffen Burchhardt und der ehemalige Landesinnenminister Holger Hövelmann, beide SPD-Mitglieder, wie auch die Jubilarin, die in der jüngsten Kreistagswahl erneut ein Mandat erhalten hat. Schon in der nun endenden Legislaturperiode trat Mechthild Kaatz für die Belange von Natur und Umwelt zur Erhaltung der Lebensgrundlagen im Umweltausschuss als Kreistagsmitglied der SPD im Jerichower Land ein.

Zu der offiziellen Geburtstagsfeier kommentierte die Jubilarin eine unterhaltsame Bilderschau über die bisherigen acht Jahrzehnte. Geboren wurde Mechthild Kaatz in Frankenhain, im Kreis Arnstadt in Thüringen. Nach dem dortigen Abitur studierte sie an der Humboldt-Universität in Berlin Veterinärmedizin und promovierte später über die rote Kükenruhr (Kokzidiose). „Da man ein Stipendium bekam, wurde man nach dem Studium mindestens drei Jahre dort eingesetzt, wo der Staat einen brauchte. Das war in meinem Fall das Tiergesundheitsamt Stendal, wo ich im Geflügelgesundheitsdienst arbeitete und die Grundlagen für meine Dissertation schaffte“, berichtet Mechthild Kaatz.

Autor Ernst Paul Dörfler unter Gratulanten

Dabei lernte sie neben dem gesamten Nordteil des heutigen Sachsen-Anhalts auch ihren späteren Mann Christoph Kaatz im Institut und Zuchtbetrieb Rottenau kennen und zog 1967 Richtung Möckern. Dort arbeitete sie zunächst als leitende Tierärztin im KIM (Kombinat Industrielle Mast). „Als man 1979 bei mir eine Atemtraktallergose feststellte, wurde ich für Jagd, Imkerei und Binnenfischerei im Kreistierarztbereich zuständig“, so die Jubilarin weiter.

Nach der Wende rückten dann die Störche in den Mittelpunkt ihres Lebens. Mit ihrem Mann gründete sie die Vogelschutzwarte Storchenhof Loburg, wurde hier wissenschaftliche Mitarbeiterin. In der Bundesarbeitsgruppe Weißstorchschutz im Nabu führen sie und ihr Mann Christoph auch gegenwärtig noch die Weißstorchbestandserfassung aller Bundesländer durch.

Immer wieder kam bei der Feier das dringende Bedürfnis der Jubilarin zum Ausdruck, die Natur zu erhalten. Statt Geschenken erhoffte sich Mechthild Kaatz daher Spenden für die weitere Vereinsarbeit. Auch der Autor und Umweltaktivist Ernst Paul Dörfler mahnte bei der Geburtstagsfeier dazu, für ein gesünderes Leben wieder mehr auf die Vorbilder in der Natur zu achten.