Burg l Frank Schröder war Landschaftsarchitekt und Gartenschaumacher mit Leib und Seele. 2018 war er gärtnerisch-technischer Leiter der Landesgartenschau in Burg, doch schon zuvor war er auf diesem Gebiet aktiv. 2006 fungierte er als Prokurist und gärtnerischer Leiter der Landesgartenschau in seiner Heimatstadt Wernigerode. Danach war er zwei Jahre lang Geschäftsführer der Park und Garten GmbH und eröffnete 2009 den Miniaturenpark „Kleiner Harz“. Als nächstes wurde er gärtnerisch-technischer Leiter der Landesgartenschau in Aschersleben 2010 und der Bundesgartenschau in Brandenburg/Havel 2015. Zuletzt war der Landschaftsarchitekt Geschäftsführer der Landesgartenschau in Bad Dürrenberg (Saalekreis), die im Jahr 2022 stattfinden soll. Nun ist er nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 45 Jahren gestorben.

Auch die Stadt Burg hat mit großer Betroffenheit zur Kenntnis genommen, dass Frank Schröder „viel zu früh verstorben ist“. Insgesamt war er als Leiter für die gärtnerische und technische Durchführung der Landesgartenschau in Burg von Februar 2016 bis Januar 2019 tätig. „Er war ein hervorragender Ideengeber für die gärtnerische Vorbereitung und Durchführung der Gartenschau, der Dauerausstellungen, der Themengärten und der Hallenschauen. Er hat maßgeblich auch an der Einbindung und Verbindung der verschiedenen Gartenareale in und mit der Altstadt mitgewirkt und darüber hinaus viele neue Inspirationen für die Stadt geliefert, um sie den Besuchern attraktiv zu präsentieren“, heißt es in der Stellungnahme. Ohne seine engagierte Arbeit wäre die Laga nicht so erfolgreich verlaufen.

Viel Lob auch für die menschliche Seite

Frank Schröder sei ein geschätzter, freundlicher, immer hilfsbereiter und entgegenkommender Leiter, Mitarbeiter und Fachmann gewesen, der alles dem erfolgreichen Gelingen der Gartenschau untergeordnet hat. Mit seinem großen Wissen habe er der Stadt Burg bis zuletzt als Ratgeber zur Verfügung gestanden. „Mit ihm verlieren wir einen tollen Menschen und wertgeschätzten Freund“, schließt die Reaktion der Stadt.

Für Udo Vogt, zur Zeit der Landesgartenschau Vorsitzender des Fördervereins, ist Schröders Tod für die Gartenschauszene in ganz Sachsen-Anhalt ein großer Verlust. „Es ist tragisch, dass ein Mensch so früh gehen muss“, sagte er im Gespräch mit der Volksstimme. Er habe in der Stadt so viel von seinem geistigen Erbe hinterlassen, an vielen Stellen sei seine Handschrift zu erkennen. Dazu gehöre beispielsweise der Nebelwald im Goethepark und dass es am Weinberg immer noch Blumenbeete gibt. „Das waren seine Ideen“, meinte Vogt. Auch menschlich hat er Schröder in bester Erinnerung. „Er war immer freundschaftlich im Umgang, bescheiden, ist stets offen auf die Menschen zugegangen“, schwärmte Vogt. Er sei immer ansprechbar gewesen, auch als es um den Knotengarten ging, den der Förderverein an der Deichstraße angelegt hat. „Er war Burgs grüne Seele, wir haben ihm viel zu verdanken“, fasste Vogt zusammen.