Gerwisch (clu) l Alle Charaktere des von mehr als 100 Kindern gesehenen Weihnachtsmärchens haben die Schauspieler des Vereins „Schaubühne Magdeburg“ nicht nur selbst erarbeitet, sondern auch gespielt. Die 15 Schauspieler und zehn Kinder des Domgymnasiums, die an dem Stück beteiligt waren, entführten die Gäste in die nicht ganz unbekannte Welt, von Pinocchio und seinem Erschaffer „Papa Carlo“.

Schauspieler mit Leidenschaft

Verschiedene Abenteuer warteten dabei auf den Jungen aus Holz, die er bei seiner Suche nach dem goldenen Schlüssel, auf allen Kontinenten zu überstehen hatte. Die lange Nase und das ungeschickte Verhalten fehlten eben so wenig, wie die beiden Gauner, die dem armen Pinocchio die Goldtaler abnehmen wollten. Die Leidenschaft der Schauspieler für das Stück zeigte sich von der ersten Sekunde an. Gespielt wurde neben, vor und im Publikum. Gesangliche Einlagen verstärkten die dargestellte Szenerie.

Bühnenbilder angepasst

Schnell waren so die zuschauenden Kinder und ihre Eltern mittendrin in der Erlebniswelt des Pinocchios. So verging die einstündige Spielzeit beinahe wie im Fluge. Das Konzept des Weihnachtsmärchens aus der Schaubühne ging auch in verkleinertem Rahmen auf. War das Stück doch ursprünglich für das große AMO in Magdeburg konzipiert worden. Entsprechend mussten auch die Bühnenbilder an das Leuchtturmtheater angepasst werden.

Die Szene, wie Papa Carlo seinen Pinocchio aus dem Baum schnitzte, bliebt aber ebenso rührig, wie an anderer Stelle.

Wer Pinocchio noch einmal sehen möchte, der kann das letztmalig am 13. Januar 2019 in Theater Staßfurt tun.