Loburger Stadtrat

Mehr Radwege gefordert

Der Ortschaftsrat von Loburg fordert den Ausbau des bestehenden Radwegenetzes entlang von Landes- und Bundesstraßen sowie die Anbindung an wichtige überregionale Radwanderwege.

Von Stephen Zechendorf
Schon beim Fahrrad-Corso im Jahr 2015 wurde in Loburg für mehr Radwege demonstriert.
Schon beim Fahrrad-Corso im Jahr 2015 wurde in Loburg für mehr Radwege demonstriert. Foto: Zechendorf

Loburg - In einer offiziellen Willensbekundung nehmen die Loburger Ortschaftsräte Bezug auf verschiedene Förderprogramme, die einen hohen Fördermittelanteil in Aussicht stellen. So stelle der Bund etwa im Sonderprogramm „Stadt und Land“ 657 Millionen Euro bis zum Jahr 2023 zur Verfügung.

Hiervon entfielen auf das Land Sachsen-Anhalt etwa 25 Millionen Euro, die auf die Kommunen verteilt werden könnten, so Loburgs Ortsbürgermeisterin Gabriele Schmohl (BCU): „Die Förderrichtlinie sieht im Allgemeinen die Förderung von Radverkehrsanlagen entlang von Bundes- und Landesstraßen nicht vor. Das Land Sachsen-Anhalt hat jedoch entschieden, dass Projekte zur Umsetzung von Radverkehrsanlagen entlang von Landesstraßen im Einzelfall förderfähig sein können und einer genauen Prüfung bedürfen“, so Gabriele Schmohl weiter.

Anbindung an den Elberadweg

Eine solche Prüfung wünschen sich die Loburger Räte für gleich mehrere potenzielle straßenbegleitende Radwege rund um ihre Stadt.

Da wäre zum Einen eine Anbindung an den bestehenden durchgängigen Radweg von Zerbst in Richtung Dessau mit Anbindung an den Elberadweg stromaufwärts. Damit einher ginge eine Anbindung an Lindau und den neuen Naturradweg im Europäischen Vogelschutzgebiet „Zerbster Ackerland“.

Eine zweite Strecke würde in Richtung Gommern führen und die Anbindung an den Elberadweg stromabwärts ermöglichen. Drittens führen die Ratsleute in Loburg einen straßenbegleitenden Radweg als Anbindung an die Landeshauptstadt Magdeburg an. In Richtung Möckern denken die Loburger an den Brückenschlag zum bestehenden durchgängigen Radweg von Stegelitz bis nach Burg. Dies würde zudem einen straßenbegleitenden Radweg nach Loburg-Padegrim möglich machen. Einen solchen wünscht man sich in Loburg bekanntlich schon lange.

Weitere fahrradfreundliche Vernetzungen in Richtung Ziesar, Wusterwitz und zur Brandenburger Seenplatte listen die Loburger Ratsleute ebenfalls in ihrer Willensbekundung auf.

In Richtung Schweinitz und weiter Nedlitz wäre eine Anbindung an den durchgängigen Radweg über Reetz und Wiesenburg bis nach Belzig und den Flämingradweg möglich.

Möckern soll Mitglied in Arbeitsgemeinschaft werden

Der Ortschaftsrat Loburg bekundet mit dem Schreiben seinen politischen Willen zur Umsetzung der genannten Maßnahmen gegenüber dem Land Sachsen-Anhalt und wünscht sich einen dahingehenden Beschluss durch den Stadtrat Möckern.

Ebenfalls forderte der Ortschaftsrat Loburg die Stadt Möckern auf, eigenständiges Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen in Sachsen-Anhalt (AGFK) zu werden. Aktuell ist die Stadt Möckern gemeinsam mit anderen Kommunen durch den Landkreis Jerichower Land in der AGFK vertreten.