Lostau l „Kann die Gemeinde nicht mal etwas im Burgenser machen? Der Graben zwischen den Wohngebieten Grabenbruch und Burgenser Weg ist durch die Bautätigkeit und den Wind voller Müll“, erklärte Thomas Ebeling in der letzten Ortschaftsratssitzung in Lostau. Dort wurde schnell die Idee geboren, eine Aufräumaktion zu starten. Noch in der Sitzung wurde ein Termin gefunden und Ortschaftsratsmitglied Günter Lauenroth nahm die Zügel in die Hand, ließ 100 Flugblätter drucken und im Wohngebiet Burgenser Weg verteilen. Möglichst viele Einwohner sollten am „Lostau putzt sich“ teilnehmen. Am Ende waren es 15, die mit Harken, Schippen, Besen, Schubkarren und Pkw-Anhänger an einem schöneren Lostau mitwirken wollten.

Bautätigkeiten hinterließen Spuren

Dabei stellte sich schnell heraus, dass es sich nicht allein um den achtlos weggeworfenen Müll aus der Hosentasche handelte, der da im Graben und in den Rabatten des Burgenser Weges lag. „Wir haben unzählige Flaschen gefunden, die wir erst einmal im Glascontainer entsorgen mussten“, erzählt Günter Lauenroth, der sich selbst an der Aktion beteiligte. Die Flaschen allein brachten die fleißigen Helfer aber nicht ins Staunen. Vielmehr war es der viele Bauschutt, der zum Kopfschütteln anregte. Die Bautätigkeiten im benachbarten Wohngebiet Grabenbruch haben dort deutlich ihre Spuren hinterlassen. Bauschutt und ganze Betonteile zogen die Frauen und Männer aus dem Gestrüpp und dem Graben.

Müll, den die Einwohner nicht selbst entsorgen konnten und deshalb an einer zentralen Stelle lagerten. Hier wurden die Ziegelsteine und Betonbrocken bereits gestern vom Bauhof aufgenommen, um alles anschließend fachgerecht zu entsorgen.

Bilder

Grünschnitt eine unterschätzte Größe

Ganz anders sah es da beim Grünschnitt aus. Dank der Nähe zum Grünschnittplatz, der sich nur wenige Hundert Meter von der Putzaktion entfernt befand, war es ein Leichtes, diesen mittels eines privaten Pkw samt Anhänger zu entsorgen. Die Menge an Grünschnitt überraschte allerdings die Beteiligten. Wurde doch nicht nur der Graben selbst gesäubert, sondern die Beete entlang des Burgenser Weges gleich mit. Auch dort bot sich ein beinahe ähnliches Bild wie im Graben. Flaschen, Papier und Wildwuchs waren mit den Händen, Muskelkraft und entsprechendem Werkzeug zu entfernen. Die Aktion „Lostau putzt sich“, hielt Ortschaftsratsmitglied Günter Lauenroth am Ende für sehr gelungen. Die Idee, diese gleichzeitig auch im Wohngebiet Grabenbruch stattfinden zu lassen, ließ sich allerdings nicht realisieren.

Aktion mit Wiederholungspotenzial

Lauenroth aber dachte bereits in der damaligen Ortschaftsratssitzung daran, die Aktion auf den gesamten Ort auszuweiten. Stück für Stück und Jahr für Jahr in einer anderen Ecke. Schließlich seien solche Aktionen in anderen Orten der Umgebung längst feste Tradition.

Ortsbürgermeister Thomas Voigt hielt seinerzeit von der Idee wenig, er verwies stattdessen auf eine Aktion der Sekundarschule Möser, die am 1. Juli einen Aktionstag durchführen möchte, bei dem die Schüler in ihren Orten tätig werden. Ebeling lehnte dies mit der Begründung ab, dass dann alle bereits belaubt und schlechter an den Müll heranzukommen sein.