Burg l Gegen halb elf begann das bunte Programm auf dem Rolandplatz. Christian Reineke, Geschäftsführer des Landesverbands der Musikschulen Sachsen-Anhalt, begrüßte die Gäste zunächst mit einer Anekdote über das Wetter. „Anfang der Woche zeigte mir meine Wetter-App noch Schnee für den heutigen Tag an. Umso mehr freuen wir uns, heute bei strahlendem Sonnenschein die Musikschultage hier in Burg gemeinsam zu erleben“, betonte er. Musiklehrerin Sabine Voß und die 40 Kinder der musikalischen Früherziehung von der Musikschule Jerichower Land versprühten anschließend bei dem ersten Auftritt des Tages mit ihren Liedern gute Laune. „Ich hoffe, alle singen fleißig mit“, forderte sie gut gelaunt das Publikum zum Mitmachen auf.

Auch Rainer Voß, Leiter der Kreismusikschule „Joachim a Burck“ in Burg, ließ es sich nicht nehmen, auf der Bühne mitzuwirken. Gemeinsam mit der Stadt Burg und dem Landkreis Jerichower Land die Musikschultage zu veranstalten, erfüllte ihn mit Stolz. „Endlich ist unsere Bewerbung durchgegangen“, freute er sich. „Von 21 Musikschulen im Land haben wir etwa 14 heute hier in Burg, eine tolle Resonanz.“ Auch generell liefe die Musikförderung im Land gut. Es gebe viele Neu-Anmeldungen in der Musikschule, erzählte Voß. „Heute ist ein besonderer Tag, den wir in Burg so schnell nicht wieder haben werden“, betonte er.

Trotz aller Bemühungen blieb der Rolandplatz am Sonnabend jedoch nahezu leer. Nur ein paar Besucher interessierten sich für die Angebote zum Mitmachen. Darunter Christine Dossin und ihre Tochter Helene (7) aus Salzwedel, die aus Papprollen und Reis eine Rassel bastelten. „Mit vier Händen funktioniert die Arbeit besser“, erklärte die Gitarrenlehrerin, die mit ihrer Tochter jedes Jahr die Musikschultage besucht.

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Zwischen halb elf und 12 Uhr wurde am Drum-Circle-Stand getrommelt. Trotz der geringen Besucherzahl hatten die Kinder mit ihren Eltern dabei sichtlich Spaß.

Veranstaltungshelfer David Miedzda (21) und Mediengestalter Jonathan Schuster (21) kamen extra aus Hannover mit dem Sound-Truck angereist. „In unserem rollenden Tonstudio auf Rädern kann jeder ein Lied aufnehmen, egal ob er Profi-Sänger oder Amateur ist.“ Leider blieb auch im angemieteten Truck der Besucheransturm aus. „Wenigstens waren ein paar Leute da“, berichteten die Beiden.

Am Abend lockte das musikalische Programm mit Rock, Pop und Jazz doch noch ein paar Zuhörer auf den Rolandplatz in Burg. Die Band „Line Away“ von der örtlichen Musikschule spielte um 22.30 Uhr auf der Open-Air Bühne ihr letztes Stück.