Burg l In der chinesischen Stadt Wuhan hat es angefangen. Dort wurden im Dezember die ersten Erkrankungsfälle bekannt, die auf einen Markt zurückzuführen sein sollen, auf dem Fische und Wildtiere verkauft werden. Mittlerweile gibt es Coronavirus-Patienten auch in vielen Ländern außerhalb Chinas. Weltweit hat es mehr als 100 Tote gegeben, mehrere Tausend Menschen sind infiziert. Seit Dienstag sind auch zwei Fälle in Deutschland bekannt. Bei einem Mann in München wurde die Infektion bestätigt, eine Berlinerin ist zunächst nur ein Verdachtsfall. Die Volksstimme hat nachgefragt, wie man im Jerichower Land auf einen möglichen Erkrankungsfall vorbereitet ist.

„Die Helios Kliniken folgen bei der Diagnostik und Behandlung von Patienten mit Verdacht auf das Coronavirus den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (RKI), die wiederum auf aktuellen Mitteilungen der WHO basieren“, erklärte Dr. Sven Kolfenbach, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, auf Anfrage der Volksstimme. Das medizinische und pflegerische Personal sei nach einem Hygieneplan auf der Grundlage der RKI-Richtlinien eingewiesen.

Patienten werden isoliert

Bei Verdachtsfällen würden in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden alle Vorkehrungen getroffen, um den Befund zu sichern, die betreffenden Patienten zu isolieren und diese so schnell wie möglich zur Therapie in eine dafür ausgerüstete spezialisierte Klinik zu verlegen. Die notwendigen hygienischen, medizinischen und baulich-technischen Voraussetzungen zur Erstversorgung von Patienten mit Verdacht auf eine Corona-Infektion seien in der Burger Klinik gegeben.

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Die Symptome des Coronavirus sind Fieber und Lungenentzündungen oder schwere Atembeschwerden. „Treten diese Beschwerden auf, sollten die Patienten einen Arzt aufsuchen“, rät Kolfenbach. Obwohl es bereits den ersten bestätigten Fall in Deutschland gebe, schätze das Robert-Koch-Institut das Risiko für eine Verbreitung des Erregers allerdings bislang als gering ein.

Impfung gegen Influenza

Da ist offenbar das Risiko einer anderen Krankheit größer. Das Auswärtige Amt rät auf seiner Internetseite dazu, sich vor Reisen nach China mit dem aktuellen Nordhalbkugelimpfstoff gegen Influenza impfen zu lassen. Eine Influenza-Impfung könne zur Vermeidung unnötiger Verdachtsfälle beitragen. So könnten auch die Kosten einer Isolierung gespart werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät zudem zu guter Händehygiene, Husten- und Nies-Etikette – möglichst in ein Einwegtaschentuch husten und niesen – sowie Abstand zu Erkrankten.