Gommern l Vor knapp drei Jahren wurde eine alte Idee aus den 90er Jahren zur Erschließung des Baugebietes „Nördlich der Ehle“ seitens der Stadt und des Grundstückeigners erneut aufgegriffen. Erste Gedankenspiele begannen, man ging in die Ausarbeitung und Planung. Nun, drei Jahre später, ist es beschlossene Sache. Das Baugebiet kann erschlossen werden. Mehrheitlich hat der Stadtrat – mit Gegenstimmen der Fraktion SPD/Die Grünen – dem Abwägungs- und Satzungsbeschluss zugestimmt. Anvisierter Baubeginn ist nach derzeitigem Stand das dritte Quartal 2019.

Stadtchef dank Räten

Bürgermeister Jens Hünerbein (parteilos) dankte den zustimmenden Stadträten und Fraktionen für ihre Weitsicht in Hinsicht auf die Stadtentwicklung Gommerns. „Es ist ein wichtiger Schritt der Stadtentwicklungs- und Siedlungspoliktik für unsere Einheitsgemeinde. Wir haben lang daran gearbeitet und ich freue mich, dass wir dort bald dringend benötigte Siedlungsflächen zur Verfügung stellen können. Ich hoffe und wünsche mir, dass die dortigen Häuslebauer froh und glücklich in der Einheitsgemeinde leben werden“, so der Stadtchef.

Nach Ende der Mammutabstimmung – über 30 Beschlussvorlagen waren zu votieren - wurde die Sondersitzung des Stadtrates genutzt, um scheidende Stadträte und Ortsbürgermeister zu verabschieden. In der nächsten Legislaturperiode, die am 4. Juli ihre konstituierende Sitzung hat, werden einige Stadträte dem Rat nicht mehr angehören. Mit Dank für ihre geleistete Arbeit wurden Knud Hartstock, Frank Wehrstedt, Rita Kunkel, Ingo Voigt, Heinz-Hellmer Wegener, Hartmut Specht, Christoph Schräder und Eberhard Schopp von Bürgermeister Jens Hünerbein und der Stadtratsvorsitzenden Margrit Peters verabschiedet. Ebenfalls verabschiedet wurden die ehrenamtlichen Ortsbürgermeister Manfred Marwitz (Ladeburg) und Jörg-Ronald Lichtblau (Karith-Pöthen).

Rückblick auf fünf Jahre

„Ich möchte mich bei allen Stadträten für die gute Arbeit in den letzten fünf Jahren bedanken“, so die Stadtratsvorsitzende Margrit Peters (CDU). „Ich finde es gut, dass wir uns über Themen auch mal im Streit austauschen. Wenn immer alles glatt läuft, ist es ja auch langweilig“, fuhr sie lachend fort. „Wir sitzen hier, um das Bestmögliche für die Bürger zu erzielen - und das ist uns oftmals gelungen.“

Auch Bürgermeister Jens Hünerbein nutzte die Gelegenheit, für die gute Arbeit der vergangen Legislatur zu danken. „Ich danke insbesondere für die sachlich konstruktive Arbeit im Sinne unserer Stadt und Ortschaften. Wir haben gemeinsam viel bewegt und erreicht - und das über Parteigrenzen hinweg.“