Loburg l Der Vereinsvorstand hatte das Thema auf die Tagesordnung der Jahreshauptversammlung Sonntag gesetzt. Ein Aspekt ist die schrittweise Umwandlung von Rasenflächen in leerstehenden Gärten in blühende Naturgärten.

„Ausgehend von erschreckenden Entwicklungen in unserer Natur, wie Insektensterben, drastischer Rückgang des Bienen- und Vogelbestandes besteht unser Anliegen darin, die Mitglieder für dieses Thema zu sensibilisieren und mit der Umwandlung der monotonen Rasenflächen in blühende Naturgärten Nahrungsangebote für Insekten, Schmetterlinge und Bienen zu schaffen“, erklärt der Vorsitzende der Kleingartenanlage, Winfried Moschkau.

Gifte reduzieren

Unabhängig davon könne und sollte jeder Kleingärtner auch in seinem eigenen Garten Möglichkeiten prüfen, so Winfried Moschkau: „Ein wesentlicher erster Schritt wäre auch die Vermeidung oder zumindest Reduzierung von Insektiziden und Pestiziden.“

Einigen konnten sich die Gartenfreunde in ihrer Jahreshauptversammlung darauf, gemeinsam in kleinen Schritten die Flächenumwandlung vorzunehmen, zunächst auf einer Testfläche, um herauszufinden, welcher Arbeitsaufwand zum Herstellen und zur Pflege erforderlich ist.

Denn Arbeit haben die Kleingartenfreunden schon jetzt, unabhängig vom eigenen Kleingarten. „Es ist sehr arbeitsaufwendig, die bereits vorhandenen Leergärten so in Ordnung zu halten, dass ein gepflegter Gesamteindruck der Gartenanlage gewährleistet wird“, so Winfried Moschkau: „Dazu haben nahezu alle Gartenfreunde bereits einen Leergarten in Pflege und mähen diesen mehrfach im Jahr.“

54 Gärten verpachtet

Zurzeit sind auf dem Gelände der Loburger Kleingartenanlage 54 Gärten verpachtet. Es bleibe auch in Zukunft schwierig, zumindest die Anzahl der verpachteten Gärten zu halten. Erfreulich sei, dass sieben Gärten neu vermittelt werden konnten, allerdings stehen dem acht Austritte gegenüber.

Neue Gartenfreunde sind also gerne gesehen: „Im Vorjahr kamen die Bewerbungen erst im späten Frühjahr und so bleibt die Hoffnung, dass in diesem Jahr wieder mit ansteigenden Temperaturen das Interesse wächst“, hofft man im Vorstand. Teilweise sehr schöne Gärten mit Laube, Strom-Anschluss und Brunnen warten auf neue Pächter. Auch hier gilt: wer zuerst kommt hat die größte Auswahl.

Vereinsleben gehört dazu

Neben dem Gärtnern und Erholen im eigenen Garten gehört zur Mitgliedschaft in einer solchen Kleingartenanlage auch das Vereinsleben. Das kann die Grillparty sein, dann wieder sind es gemeinsame Arbeitseinsätze.

Ein Schwerpunkt im vergangenen Jahr war die Herrichtung eines Parkplatzes auf dem Gelände des Gartenvereins. „Auch, wenn es viel Kraft und Engagement bedurft hat und der Parkplatz gerade erst fertiggestellt wurde, haben sich die Mitglieder entschieden, diese und die sich anschließende Freifläche mit ehemals vier Gärten wegen der zu erwartenden angespannte Parksituation, dem Inhaber der Gaststätte im Barbyhaus und des Barby–Cafés als öffentlichen Parkplatz zur Verfügung zu stellen“, so Winfried Moschkau.

Der Öffentlichkeit zugetan sind die Loburger Gartenfreunde, wenn zum Abbrennen des Herbstfeuers zu Halloween mit Glühwein und Gegrilltem als öffentliche Veranstaltung eingeladen wird. Bei der Jahreshauptversammlung wurde die Entlastung des Vorstandes für das Geschäftsjahr 2017 beschlossen.