Pflanzaktion

Unsere Freunde, die Bäume: Grundschüler in Gommern erhalten Namensschilder für ihre Klassenbäume

Das Pflanzen von 16 Bäumen war die erste Aktion der Grundschule „Am Weinberg“ als Nachhaltigkeitsschule. In dieser Woche freuten sich die Kinder, dass ihre Bäume Namensschilder bekamen. Außerdem hielt der Schulförderverein gleich noch eine ganz praktische Überraschung bereit.

Von Manuela Langner
Als der Regen etwas nachließ, schraubte Hausmeister Stefan Böttcher die von Bäcker Brademann gesponserten Namensschilder an.
Als der Regen etwas nachließ, schraubte Hausmeister Stefan Böttcher die von Bäcker Brademann gesponserten Namensschilder an. Foto: Manuela Langner

Gommern - Ihr Baum solle ein Wunschbaum sein. Das hatte sich Marietta aus der Klasse 1d gewünscht. „Und alle meine Mitschüler waren damit einverstanden“, erzählte sie stolz. Der Wunschbaum ermöglicht es den Erstklässlern mit Klassenlehrerin Anke Herms nun, sich unter ihren Baum zu setzen und beim Blick in die Äste, einen Wunsch auszusprechen.

Das Sitzen und Verweilen unter dem Baum machte der Förderverein der Grundschule „Am Weinberg“ in dieser Woche etwas einfacher. Der Verein überreichte an die Sprecher aller 16 Klassen jeweils eine Picknickdecke. Ines Kaufmann, Vorstandsmitglied und Pädagogische Mitarbeiterin an der Grundschule, hatte lange gesucht, um möglichst große Picknickdecken zu finden.

Außerdem hatte sich die Bäckerei Brademann bereiterklärt, die Namensschilder für die 16 Klassenbäume zu bezahlen.

Nach vielen Wochen erstmals wieder Treffen aller Klassen

Ursprünglich war geplant gewesen, dass die Schüler beim Anschrauben direkt dabei sein konnten. Aber der verregnete Vormittag machte den Schülern und Lehrern einen Strich durch die Rechnung. Weder konnten die Dritt- und Viertklässler zum Volkshaus laufen, wo sie ihre Bäume gepflanzt hatten, noch die Erst- und Zweitklässler zu ihren Bäumen am Schulzentrum.

Stattdessen erlebten die Grundschüler nach vielen, vielen Wochen das erste Mal wieder ein Treffen aller Klassen im Rondell des Schulgebäudes. Die feierliche Übergabe wurde von mehreren Gedichten rund um das Thema Bäume begleitet.

Es sei trotz des Regens ein wunderschöner Tag, wandte sich Schulleiterin Beate Misch an die Grundschüler. Eine Weihe, wie die Einweihung ihrer Klassenbäume, sei ein sehr feierliches Ereignis. Sie berichtete den Kindern von einem Baum in ihrem Garten, der etwas ganz Besonderes für sie bedeute. Die Schulleiterin bedankte sich bei Bäcker Brademann und dem Förderverein für die Hilfe und Unterstützung.

4000 Euro dank Eltern und Großeltern

„Die Stürme und der Borkenkäfer haben viele Schäden hinterlassen“, wandte sich Fördervereinsvorsitzender Holger Busse an die Schüler. „Deshalb finde ich eure Aktion, Bäume zu pflanzen, besonders gut.“

Wegen der Pandemie waren die Schüler bei ihrem Projekt vor allem auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern und Großeltern angewiesen. Insgesamt kamen rund 4000 Euro zusammen. Das Geld reichte nicht nur für den Erwerb der 16 großen Klassenbäume, sondern auch für Setzlinge, die die Schüler im Herbst unweit des Plattensees pflanzen werden, wo Stürme und Borkenkäfer dem Waldbestand sehr mitgenommen haben.