Loburg l Über fünf Wahrnehmungssinne verfügt der Mensch im Idealfall: er kann hören, sehen, riechen, fühlen und schmecken. All diese Sinne wollen die Mitglieder des „Loburger Weges“ bei ihren Gästen in naher Zukunft ansprechen.

So etwa lädt der bevorstehende Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, wieder zum ausgiebigen Umsehen und Anschauen ein. Geöffnet sind in der Zeit von 11 Uhr bis 18 Uhr die Ausstellungsräume im Hauptgebäude: die Sammlung der 1050 Kaffeekannen in der unteren Etage, die umfassende Schau mit Gegenständen des täglichen Befarfs aus früheren Zeiten unterm Dach. Hier ist freilich auch Anfassen erlaubt. Wer noch höher hinaus möchte, kann bei einem Rundblick vom Burgturm in die Ferne schweifen.

Überraschung wartet auf Gäste

Zu diesem Denkmaltag werden außerdem Aquarelle des Loburger Hobbymalers Wolfgang Liepe zu sehen sein. Noch eine weitere Überraschung wollen die Vereinsleute des Loburger Wegs ihren Gästen präsentieren, verraten wollte Ludwig Dommroese aber noch nichts.

Nun aber genug geguckt, die anderen Sinne wollen auch noch drankommen! Das Hören zum Beispiel. Und hier hat sich der Vereinsvorsitzende etwas ganz besonderes ausgedacht: „Wir wollen einen Schallplatten-Abend veranstalten, bei dem die Teilnehmer ihre Lieblingsplatten mitbringen, einige Lieder daraus vorstellen und die ein oder andere Geschichte erzählen, die sie mit der Schallplatte verbinden“, stellt Dommroese seine Idee vor. Genutzt werden soll für diesen Abend der Raum, der auch die Kannen-Sammlung beherbergt. Natürlich wird es einen Schallplattenspieler geben, verspricht Dommroese, der selbst auch über einen großen LP-Fundus verfügt.

Nur begrenzt Plätze frei

Aus organisatorischen Gründen soll die Zahl der Teilnehmer für den ersten LP-Abend auf 20 bis 25 Personen begrenzt sein. Eine Voranmeldung ist daher bis spätestens 8. September erforderlich bei Ludwig Dommroese unter den Telefonnummern 039245/3886 oder 0171/5482156.

Thematisch sollen beim ersten LP-Abend Pop- und Rock-Alben (keine CDs) der 60er bis 80er Jahre behandelt werden. „Wenn die Idee gut ankommt, dann kann man auch andere Musikrichtungen wählen“, so Dommroese. Möglicherweise entwickelt sich an dem Abend ja auch das ein oder andere Tauschgeschäft. Beginn ist um 19 Uhr.

Geschmachvolles und Sinnesverwirrendes

Beim dritten Termin sollen dann wahre Gaumenfreuden aufkommen. Der „Loburger Weg“ beteiligt sich zum dritten Mal an der „Süßen Tour“, jener landesweiten Tourismusaktion, bei der die Besucher von Außerhalb auf den Geschmack kommen sollen, doch öfter mal in Loburg vorbeizuschauen. Am Sonntag, 12. Oktober, laden die Vereinsleute von 10 Uhr bis 18 Uhr auf die Burg ein. Auf der Speisekarte stehen geräucherte Forellen, Honig, Marmelade und Spirituosen aus Loburg.

(Nicht nur) für Kinder wollen die Vereinsleute an dem Sonntag ein lange ungenutztes Gerät wiederaufbauen: ein Tisch mit einem darüber installierten Spiegel stellt die davor stehende Person vor die knifflige Aufgabe, spiegelverkehrt Linien nachziehen zu müssen.

Klönabend steht noch nicht fest

Erwähnt werden soll noch, dass auch bei den „sinngemäß“ eher „sehenswerten“ und „hörbaren“ Veranstaltungsangeboten geschmeckt werden kann. Getränke und Snacks versüßen den Plattenabend, und auch beim Tag des offenen Denkmals soll für das leibliche Wohl gesorgt werden. Noch offen und auch vom Wetter abhängig ist, ob Anfang November ein „Klönabend“ stattfindet.