Niegripp l  Die Übung fand gemeinsam mit Kameraden der Wasserwacht aus Magdeburg und Wasserrettern aus Norwegen statt. Rotes Kreuz heißt in Norwegen „Røde Kors“. Das kann man sich leicht merken, und auch sonst gab es am Wochenende an der Elbe bei Niegripp keine Verständigungsschwierigkeiten, als Wasserretter aus dem Jerichower Land und aus Magdeburg gemeinsam mit elf norwegischen Wasserwächtern übten. Sie sind schließlich alle Profis in ihrem Metier.

Am Donnerstag war Teamwork zunächst an Land gefragt. Auf einer Weide am Elbufer, in der Nähe der alten Niegripper Schleuse, die die örtliche Agrargenossenschaft zur Verfügung gestellt hatte, galt es, Zelte für die Übernachtung von zwei Dutzend Frauen und Männern sowie eine Verpflegungsstrecke aufzubauen. Dazu gehörte auch eine Heizanlage für die Zelte, da Nachttemperaturen in einstelligen Bereich vorausgesagt waren.

Frieren am Wasser

Gefroren haben die Wasserretter dennoch, und zwar bei ihren Übungen am, auf und im Wasser. Auf dem Programm standen am Freitag und Sonnabend unter anderem verschiedene Suchübungen im Bereich der Elbe, das Retten von Personen mit dem Motorrettungsboot, dem Raftboot und dem Rettungskajak und der Aufbau von Seilfähren sowie Flaschenzugsystemen zur Evakuierung bzw. zum Verletztentransport.

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Eine Seilfähre kam unter anderem am Niegripper Altkanal zum Einsatz. René Ostheeren von den Burger Wasserrettern: „Das Szenario war, dass eine Person, bei der Übung war es eine Puppe, mit einer Seilfähre über den Kanal, vom einen an das andere Ufer, transportiert wurde.“ Dabei wurde eine Strecke von etwa 50 Metern mit der Seilfähre überwunden.

Auf dem Wasser waren die Wasserwächter bei ihrer Übung in Niegripp mit vier Motorrettungsbooten, zwei Raftbooten und einer „Rettungsbanane“ unterwegs. „Aber alle waren bei den verschiedenen Übungen auch im Wasser“, berichtet Ostheeren.

Üben am Fließgewässer

Für die Gäste aus Norwegen kam es bei der gemeinsamen Ausbildung darauf an, auf einem Fließgewässer, wie es die Elbe ist, Erfahrungen zu sammeln. Sie lernten bei ihrem Aufenthalt aber auch Land und Leute kennen, besuchten des Schiffshebewerk Rothensee, bekamen in Burg eine Stadtführung, waren in der Geschäftsstelle des DRK in der Burger Alten Kaserne, wo sich die Norweger über die vorhandene Technik des Katastrophenschutzes informierten.

Die Wasserwacht im DRK- Regionalverband Magdeburg-Jerichower Land kümmert sich unter anderem um die Gewässeraufsicht an Seen und in Freibädern und um die Ausbildung von Tauchern.