Dannigkow l Man ist geneigt, Vergleiche mit dem Auenland zu ziehen, einem Schauplatz in dem Roman und der Film-Trilogie „Herr der Ringe“. Doch bevor man den Campingplatz Dannigkow betritt, meldet man sich in der Rezeption – bei Marion Grabas. Der Vergleich mit dem besagten Auenland gefällt ihr, „das passt zum Platz“. Es ist auch so gewollt, sagt Grabas, nostalgisch, naturnah und ursprünglich. „So wird der Ort von den Gästen gesehen und so wird er gemocht.“ Dennoch bleibt auch hier die Zeit nicht stehen: „Wir haben in den letzten Monaten einiges auf den Weg gebracht.“

Zentral angelegt

Die Platz-Chefin zeigt auf den neuen Spielplatz und das sanierte Imbiss-Gebäude. Auch der Sanitär-Bereich, vor fünf Jahren neu errichtet, ist zentral und großzügig angelegt, hell und modern. Grabas kümmert sich zusammen mit vier Platzwarten um den idyllischen Fleck.

Laut Grabas biete der Campingplatz „Plattensee“ 250 Saisonstellplätze und 50 Touristenstellplätze. Das Gelände habe eine Fläche von dreizehn Hektar, das entspricht etwa 18 Fußballfeldern, und ist bewachsen mit Kiefern. Die Gäste kommen aus Deutschland und ganz Europa.

Bilder

Einen Standortvorteil bietet die Nähe zum Elbe-Radweg. „Es machen Radwanderer aus vielen Ländern hier Station und bleiben ein paar Tage“, um sich den Landstrich zwischen Elbe und Fläming genauer anzusehen.

Lob der Gäste

Jules und Hester Fast aus Holland pausieren hier zum zweiten Mal: „Wir waren letztes Jahr, auf unserer Tour von Hamburg nach Magdeburg, schon einmal hier.“ Jetzt haben sie sich den Dannigkower Zeltplatz als Startpunkt ihrer Reise von Magdeburg nach Dresden ausgesucht. Bevor es weiter geht, so sagen sie, wollen sie noch mit den Rädern Gommern und Magdeburg erkunden. Ihr knapper Kommentar zur Region: „Es ist einfach schön hier.“

Das Besondere an „unserem Platz“, betont die Dannigkower Platzwartin: „Der Campingplatz ermöglicht jedem Camper, ob Dauercamper oder Tourist, den Standplatz seinen Bedürfnissen anzupassen.“ Das heißt, je nach Vorlieben oder aktuellem Wetter, kann der Wohnwagen oder das Zelt platziert werden. „Es gibt keine abgesteckten Parzellen“, sagt sie, die Stellfläche richtet sich jeweils nach den natürlichen Gegebenheiten. Dadurch können Camper für sich sein oder sich mit anderen auch in einem Halbkreis aufstellen. „Das ist von den Campern auch so gewollt. Viele kommen hierher, weil der Platz noch naturbelassen ist und das alte Camping-Flair verströmt.“ Technische Einrichtungen, die man sie von Fünf-Sterne-Zeltplätzen kennt, wie etwa Komfort-Versorgungssäulen, sucht man hier vergebens – und vermisst sie auch nicht. „Wichtig ist uns, dass wir für jeden Stellplatz einen Stromanschluss haben“, so Grabas.

Barrierefrei gehalten

Weitere sollen noch dazu kommen, damit sich die Camper, so wie es ihnen sinnvoll erscheint, verteilen können. Derzeit laufen Verhandlungen mit einem örtlichen Anbieter zur Installation eines W-LAN-Hotspots. „Der wird von den Gästen nachgefragt und darum kümmern wir uns“, so Grabas. Zudem wollen die Campingplatz-Mitarbeiter die Stützmauer, die den See vom Zeltplatz separiert, erneuern und barrierefrei gestalten. „Wir haben noch einiges vor“. Doch verspricht Grabas: „Der Charakter des Platzes wird sich nicht ändern.“ Man wolle ein kleiner, verträumter Platz, eingebettet in eine idyllische Umgebung, bleiben. Die neckischen Fass-Bungalows zwischen den Kiefernstämmen untermauern den Anspruch.