Boxen im Stall waren überflutet / 16 Pferde in Ausweichquartieren / Turniervorbereitung fast abgeschlossen

20 000 Euro Hagelschaden an der Reithalle

Von Ilka Marten

Nicht nur die Vorbereitungen für das große Reitturnier am kommenden Wochenende beschäftigen die Vereinsmitglieder und Helfer. Ab heute werden die Hagelschäden an Halle und Stallgebäude beseitigt.

Gardelegen l Damit hatte er nicht gerechnet: Als Michael Hietel am Sonnabend vor einer Woche nach dem Hagelschauer zum Reitplatz fuhr, um die Rasensprenger auf dem großen Springplatz auszustellen, schaute er routinemäßig noch kurz in den Stall. "Da lagen die Hagelkörner schon in der Stallgasse", erzählte er. Die Lichtbänder direkt über der Stallgasse waren komplett durchlöchert. "Und das jetzt kurz vor dem Turnier", so Hietel. Der Gesamtschaden beträgt rund 20 000 Euro, auch das Lichtband in der Reithalle wurde beim Unwetter beschädigt.

Alle 16 Privat- und Vereins- pferde wurden am Sonntag kurzerhand aus den Boxen geholt und in Privatställen untergebracht, denn das Regenwasser stand schon mehrere Zentimeter hoch in den Ställen, die tiefer als die Stallgasse liegen. Dann wurden die gefluteten Boxen gemistet, die verbliebene braune Brühe schöpften Hietel und Helfer mit Eimern aus dem Stall. Heute wird ein Dachdecker mit den Reparaturarbeiten beginnen, "denn wir brauchen die Boxen für die Turnierreiter, die ihre Pferde bei uns einstellen", so Hietel. Am Freitag beginnt das große Reit- und Springturnier mit 1200 Starts und Reitern aus zahlreichen Bundesländern.

Fleißig tätig waren am Sonnabend Axel Klein und Birgit Vogel, die Tische und Stühle am bereits bestens präparierten Dressurstadion aufstellten. Auch die Springreiter können sich freuen: Der Abreiteplatz bekam nicht nur eine feste Umzäunung mit Holzbalken, sondern auch neuen Kies. "Damit können wir wieder sehr gute Bedingungen für die Reiter bieten", betonte Vereinsvorsitzender Günter Hakenholz.

Die Außenanlage, die der Reit- und Fahrverein pflegt, ist 5000 Quadratmeter groß. Sie befindet sich im Eigentum der Stadt. Täglich wird zurzeit der große Springplatz gewässert, damit er am Wochenende hunderte Starts aushält. Rund 40 Vereinsmitglieder sind an den drei Tagen aktiv, außerdem bekommen die Reitsportler Unterstützung vom Gardeleger Schützenverein im Parcours und der Volkssolidarität, die seit vielen Jahren die Eintrittskassierung übernimmt. Hinzu kommen die Helfer von Adrome, die beim Aufbau aktiv sind.

Mit 1200 Starts "haben wir in diesem Jahr wieder mehr Starter als 2012", zeigte sich Hietel erfreut. Nicht nur Spitzensport bis zur schweren Klasse im Springparcours und im Dressurstadion wird geboten, sondern auch ein abwechslungsreiches Schauprogramm. Am Sonntag, 11. August, sind alle Gäste zum Familientag eingeladen: mit Schaunummern ab 13 Uhr, einer Hüpfburg und einem Streichelzoo. Die Gardeleger Voltigierer treten auf, ebenso gibt es einen Kutschenkorso. In den Prüfungen gehen Vereinsmitglieder an den Start: Carolin Stekla, Franziska Bach, Elfi Szugnatis und Torben Hietel. In den Nachwuchsprüfungen auf dem Dressurplatz reiten unter anderem Julia Heddicke und Lara Heine um Schleifen.

Auf ein wenig kühlere Temperaturen hoffen die Gastgeber vom Gardeleger Verein: "Das wäre für alle angenehmer", so Hietel, der optimistisch ist, dass die Zuschauer wieder zahlreich kommen. "Wir haben ein treues Publikum", so das Vorstandsmitglied.