Gardelegen/Lindenthal l Beschaulich ruhig und schön ist es im Gardeleger Ortsteil Lindenthal. Ein idealer Wohnort nahe dem Zentrum der Stadt. Die Lindenthaler wohnen gern in ihrem Gebiet. Einziges Problem ist seit Jahrzehnten der Zustand der Anliegerstraßen. Zumeist sind sie unbefestigt mit vielen Löchern. Bei Trockenheit gibt es eine enorme Staubbelästigung, wenn die Fahrzeuge dort langfahren. Bei starken Niederschlägen steht das Wasser in den Löchern. Jetzt will die Stadt das Problem angehen. Für den Dompfaffweg und für einen Teil des Nachtigallweges liegt ein Ausbaukonzept vor.

Aufgrund der vorhandenen Strukturen sollen die Straßen auf einer Gesamtlänge von 400 Metern mit Rasengitterplatten aus Beton befestigt werden, und zwar auf einer Breite von drei Metern. Die Einfassung ist mit Tiefborden vorgesehen. Rechts und links werden jeweils ein Meter breite Schotterrasenstreifen angelegt, um im Begegnungsverkehr – die Straßen werden nur von den Anwohnern genutzt – ein Überfahren dieser Streifen zu ermöglichen. Zusätzlich wird im Dompfaffweg eine seitlich angeordnete Betonsteinmulde für die Ableitung von Niederschlagswasser angeordnet. Die Masse soll jedoch in den Schotterrasenstreifen und in den Rasengittersteinen versickern.

Bodenaustausch empfohlen

Bestandteil der Planungsunterlagen ist auch ein Baugrundgutachten. Demnach sei von einer verminderten Tragfähigkeit des Untergrundes auszugehen. Das Planungsbüro empfiehlt daher einen Bodenaustausch in einer Stärke von 20 Zentimetern. Zum Teil ist Geschiebelehm vorhanden. Dort soll zusätzlich ein Geogitter verlegt werden. Der Gesamtaufbau der Straßenbefestigung liegt damit bei 70 Zentimetern – Deckschicht, Pflasterbettung, Schottertragschicht, Frostschutzschicht und Bodenaustausch. Baubeginn für den Dompfaffweg ist am Amselweg. Der Ausbau des Nachtigallweges soll an der Einmündung zum Finkenweg beginnen.

Mit dem Straßenbau sind Ausgleichsmaßnahmen erforderlich. Acht neue Bäume sollen gepflanzt werden. An diesem Straßenbauprojekt wird sich auch der Gardeleger Wasserverband beteiligen. Erneuert werden Trink- und Abwasserleitungen sowie Hausanschlüsse.

Bruttobaukosten von 146.000 Euro

Die geschätzten Bruttobaukosten liegen bei etwa 146.000 Euro. Geplant ist der Straßenbau für das nächste Jahr. In diesem Jahr sollen nach Möglichkeit die Ausschreibungsverfahren auf den Weg gebracht werden.

Laut Konzept erfolgt der Straßenbau unter Vollsperrung der jeweiligen Bereiche.

Das Ausbaukonzept für die Straßen in Lindenthal werden öffentlich ausgelegt. Damit erhalten Bürger die Möglichkeiten, sich im Vorfeld über die Planungen zu informieren. Die Unterlagen sind vom heutigen Montag, 10. Juni, bis Freitag, 4. August, im Bauamt der Stadtverwaltung einsehbar.