Gardelegen l Musik herunterladen, ein schnelles Game spielen oder einfach nur eine verlässliche Verbindung ins Internet: Was für viele Deutsche ganz selbstverständlich ist, ist in der Altmark längst nicht Standard. Zu dünn besiedelt ist die Region unattraktiv für viele Anbieter.

Vor rund sechs Jahren zogen die beiden altmärkischen Landkreise daraus die Konsequenz und gründeten den Zweckverband Breitband Altmark. Ziel: die Erschließung der Altmark mit einer zukunftsfesten Breitbandinfrastruktur mittels Glasfaserleitungen.

Neun Städte, acht Einheitsgemeinden und drei Verbandsgemeinden schlossen sich seither an. Seit 2017 konnte das Ziel schon in 19 Orten verwirklicht werden.

Ausbau startet Ende 2019

Und demnächst soll es nun in Gardelegen, Klötze und Beetzendorf/Diesdorf weitergehen. Im Januar soll die Planung vergeben werden, der Ausbau Ende 2019 starten. Nun sind allerdings erst einmal die Altmärker selbst gefragt: Sie müssen Interesse bekunden.

Denn nur wenn es genügend Nutzer gibt, wird der Ausbau tatsächlich erfolgen, betonte gestern Bürgermeisterin Mandy Zepig, die mit Henning Kipp, Projektleiter des ZBA, die Pläne vorstellte.

„Wenn sich zu wenige Interessenten melden, würde das Projekt sterben“, machte Zepig klar.

Sie appellierte deshalb eindringlich an die Bürger, sich bei Bedarf zu melden. „Uns muss einfach klar sein, dass die Altmark nur auf diesem Weg erschlossen wird.“ Wer sich beteilige, dürfe zudem darauf vertrauen, dass der Anschluss selbst kostenlos ist. Bis Ende Januar – dem Ende der Anmeldefrist – wollen Stadt und ZBA deshalb auf Werbetour gehen. Drei Info-Veranstaltungen sind geplant. Am 5. Dezember ab 19 Uhr in der Jävenitzer Schulaula, am 11. Dezember ab 18 Uhr im Letzlinger Kulturhaus und am 13. Dezember in der Aula der Miester Grundschule werden die Fragen der Bürger zur Breitbanderschließung beantwortet.