Immunisierung

Corona-Infektion trotz Impfung

Das Impfen in den beiden Häusern der Seniorenpflegeheim Klein Sanssouci GmbH in Kalbe ist weitestgehend abgeschlossen.

Kalbe l Trotz der Impfungen zahlreicher Bewohner und Mitarbeiter der Seniorenpflegeheime Klein Sanssouci an der Straße der Jugend und der Gartenstraße in Kalbe haben sich einige geimpfte Bewohner mit dem Coronavirus infiziert, wie Melchior Boshamer, Geschäftsführer und Einrichtungsleiter der Seniorenpflegeheim Klein Sanssouci GmbH, auf Anfrage bestätigt. „Die Impfung schützt ja nicht davor, dass man sich nicht ansteckt. Sie hilft aber, dass die Krankheit nicht ausbricht.“ So blieben die Infizierten auch symptomfrei. Sterbefälle aufgrund des Coronavirus gab es keine.

Mittlerweile ist das Gros der Bewohner und Mitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft. Drei Termine für Menschen, die im Bezug auf das Impfen der Priorität eins angehören, fanden bereits in den Einrichtungen statt. Start war am 4. Januar. Drei Wochen später stand die für die Grundimmunisierung erforderliche zweite Impfung an. Bei diesem Termin fanden sich auch zahlreiche weitere Impfinteressierte ein, die entweder beim ersten Termin verhindert waren oder sich erst später für eine Immunisierung gegen das Covid-19-Virus entschieden hatten. Für jene, die beim zweiten Impftermin ihre Erstimpfung erhielten, gab es am Montag dieser Woche die zweite Dosis. Damit ist das Impfen in den Heimen weitestgehend abgeschlossen, aber eben doch noch nicht ganz.

Wie Boshamer mitteilt, haben drei Bewohner, die erst seit Kurzem in einer der Einrichtungen leben, den Termin am Montag für ihre Erstimmunisierung genutzt. Dementsprechend werden sie nach drei Wochen auch ihre erforderliche zweite Injektion erhalten. In Absprache mit dem Impfzentrum sollen diese Termine an jenen Tagen stattfinden, an denen in Kalbe die dezentralen Impfungen stattfinden. Dr. Ulrike Fechner und Dr. Daniel Graf, beide Allgemeinmediziner im Ort, werden diese am 4. und 9. März anbieten (Volksstimme berichtete).

Die Pflegeheim-Bewohner müssen aber nicht den dezentralen Standort der Impfung aufsuchen. „Das Impfteam kommt zu uns ins Haus“, so Boshamer. Dies sei auch wichtig, da viele der Bewohner nicht mobil seien. Außerdem sei mit dem Impfzentrum vereinbart worden, dass für weitere Senioren, die in nächster Zeit neu einziehen würden, ebenfalls diese Möglichkeit des Immunisierens gegeben sei. Für das Pflegepersonal, das sich später entschlossen habe beziehungsweise für neue Mitarbeiter – eine Kraft wird im März die Tätigkeit in einem der Heime neu aufnehmen – können die genannten Termine ebenfalls genutzt werden. Allerdings werden sie die für die dezentrale Impfung vorgesehene Örtlichkeit aufsuchen müssen. Innerhalb der Pflegeeinrichtung werden Mitarbeiter dann nicht die entsprechende Spritze erhalten. Insgesamt haben 233 Impfwillige das Angebot angenommen. Das ergibt eine Impfquote von 86 Prozent.