Gardelegen l Halten sich die Gardelegener an Hygiene- und Abstandsregeln in Zeiten des Corona-Lockdowns? Weitestgehend, schätzen die Regionalbereichsbeamten des Revierkommissariates Gardelegen, Henry Rosner und Lutz Richter, sowie Ordnungsamtsmitarbeiter Silvio Kruse ein.

Argument zählt nicht

Kein Mindestabstand zum Kunden davor, keine Maske auf oder wenig Verständnis für angezeigtes Fehlverhalten? Dieses Bild zeigte sich gestern Vormittag nur einmal auf dem Gardelegener Markt. „Ich hatte bei den anderen Ständen davor auch keine Maske auf“, erklärte ein älterer Mann, der in der zuvor beschriebenen Situation angetroffen worden war. Mit dem Argument kam er nicht durch. Von den Regionalbereichsbeamten des Revierkommissariates Gardelegen, Henry Rosner und Lutz Richter, sowie Ordnungsamtsmitarbeiter Silvio Kruse, wurde ihm freundlich zu verstehen gegeben, dass er sich an die aktuelle Verordnung halten muss, die seit einer Woche im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und dem Lockdown gelten.

„Das war einer der wenigen Fälle gerade, in denen wir auf Bürger treffen, die kein Verständnis für die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln zeigen“, machte Henry Rosner deutlich. Von Lutz Richter bekam der Mann dann einen neuen und eingepackten Mund-Nasen-Schutz, den er sich aufsetzen musste.

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Kontrolle kommt gut an

„Ich finde es gut, dass auf dem Markt, aber auch vor und in Supermärkten kontrolliert wird. Viele Menschen sind sich, glaube ich, nicht bewusst, welcher Gefahr sie sich aussetzen, wenn sie sich nicht an diese Regeln halten“, fasste es Margret Rhode von der Naturimkerei Rhode zusammen. Sie steht seit zwei Monaten auf dem Markt in Gardelegen, um ihre Produkte zu verkaufen.

Ähnlich sieht es auch Rudi Moritz, der mit seinem Imbissstand seit mittlerweile fünf Jahren auf dem Markt, der immer dienstags und donnerstags stattfindet, vertreten, ist: „Wenn man die Leute freundlich darauf hinweist, dann halten sie sich schon an die Regeln“, meinte der Händler.

Neben Kontrollen auf dem Markt wird von Henry Rosner, Lutz Richter sowie den Mitarbeitern des Ordnungsamtes auch das Verhalten der Bürger im weiteren Bereich des Stadtkerns, aber auch vor Einkaufsmärkten kontrolliert. „In diesem Zusammenhang erhalten wir im Ordnungsamt auch oft Hinweise, denen wir dann nachgehen“, erklärte Silvio Kruse.

Polizei wird vermehrt kontaktiert

Auch die Polizei werde seit der Corona-Pandemie vermehrt von Bürgern kontaktiert. „Besonders dann, wenn der Verdacht besteht, dass irgendwo Feierlichkeiten stattfinden“, so Richter. „Wir mussten auch schon Platzverweise ausstellen“, beschrieb Henry Rosner zurückliegende Vorfälle. „Trotzdem können wir sagen, dass es in der Einheitsgemeinde Gardelegen sehr viele Menschen gibt, die sich an die Regeln in Zeiten des Lockdowns halten“, lobte er.