Roxförde l Nachdem die Sirenen verklungen waren, fuhren mit Blaulicht und Martinshorn die Feuerwehren aus Roxförde, Wannefeld, Letzlingen, Potzehne, Jeseritz und Jerchel, die den Wehrbereich III in der Einheitsgemeinde bilden, im Minutentakt auf den Sportplatz am Ortsrand von Roxförde. Dort qualmte es nicht nur aus dem Container, neben dem ein Gastank stand, sondern auch noch ein Strohhaufen.

Zu wenige Atemschutzgeräteträger

Die Roxförder waren naturgemäß die Ersten vor Ort und übernahmen die Einsatzleitung. Sie waren es auch, die sofort den Gastank kühlten, damit dieser nicht explodiert. Die weiteren Aufgaben wurden verteilt, wobei die Menschenrettung im Vordergrund stand. Allerdings war erst um 14.35 Uhr der erste Zweimann-Trupp an Atemschutzgeräteträgern startbereit. Für den Erstangriff sind aber mindestens zwei Trupps notwendig, um die eigene Sicherheit gewährleisten zu können, erklärte Übungsleiter und Leiter der Jeseritzer Ortswehr, Olaf Wendorff. Und das Minimum an Atemschutzgeräteträgern sei auch bei realen Einsätzen die große Schwierigkeit.

Wendorff hatte sich das Szenario ausgedacht und mit Hilfe der Feuerwehr Roxförde vorbereitet. Er beobachtete gemeinsam mit Alexander Mattheis von der Feuerwehr Berge und Lars Skeide von der Feuerwehr Wiepke das Geschehen.

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Lange Wegstrecke funktionierte

Am Ende waren acht Atemschutzgeräteträger vor Ort, die aber nicht mehr alle zum Einsatz kamen. Um 14.45 Uhr waren alle vermissten Personen gefunden und gerettet. Dabei handelte es sich um Jan und Tim Matthies sowie Albert Pessel von der Roxförder Jugendwehr sowie um einen Dummy und die Roxförder Pfingstbaum-Strohpuppe.

Auch eine stabile Wasserversorgung müsse stehen, wenn sich die Atemschutzgeräteträger in brennende Gebäude vorwagen. Das war zu Beginn mit den Tanklöschfahrzeugen der Wehren gegeben. Dazu wurde eine über 470 Meter lange Wegstrecke bis zu einem Tiefbrunnen gelegt, was laut Wendorff „einwandfrei“ geklappt hatte. Pumpen und Sammelstücke wurden vorschriftsmäßig verwendet. Auch eine Schlauchreserve wurde von den Kameraden dazwischen gelegt.

Jede Feuerwehr hatte ihre Aufgabe. Allerdings, das bemängelte Wendorff bei der abschließenden Auswertung vor Ort, dauerte die Bildung der Einsatzabschnitte zu lange. Auch klappe die Kommunikation per Funk immer noch nicht. Einige Kritikpunkte gab es auch bei der Menschenrettung. „Alles in allem aber wurde das Übungsziel erreicht“, betonte Wendorff. Eine solche Einsatzübung gibt es im Bereich III jedes Jahr, denn jeder Handgriff müsse im Ernstfall sitzen, so Wendorff. Am Sonnabend waren insgesamt 39 Kameraden und acht Fahrzeuge mit dabei.