Gardelegen l Das leckere Mittagessen, das es traditionell beim Tag der offenen Tür im Gerätehaus der Klosteraner Feuerwehr gibt – natürlich selbstgekocht – zieht offensichtlich die Besucher in Scharen an. Während es am Vormittag noch etwas lau aussah, was die Gäste betraf, füllte sich zur Mittagszeit der Platz im Festzelt und in der Fahrzeughalle zusehends. Dieses Mal servierte die Kochgruppe mit Eberhard Kleinau, Wehrleiter Tobias Pelzel und seiner Frau Cathleen klassische altmärkische Hochzeitssuppe, Frikassee und als Hauptgericht Kartoffeln, Spargel und Schweinefilet, zubereitet im großen Backofen. Schon am Vorabend hatten die Köche fleißig gearbeitet, damit am Veranstaltungstag auch pünktlich aufgetischt werden konnte.

Doch das Essen war es natürlich nicht allein. Die Kameraden der Klosteraner Wehr hatten ein Familienprogramm vorbereitet. Zu den Angeboten gehörten unter anderem Kutschfahrten durchs Dorf. Dazu hatten Uwe Herbst und Andrea Brakmann die Kaltblüter Pedro und Zyrus an ihren Kremser gespannt. Die Kameraden selbst boten Rundfahrten mit dem Löschfahrzeug an. Über die Arbeit der Feuerwehr informierte eine Fotoausstellung mit zahlreichen Bildern von Dienstveranstaltungen und Einsätzen. Wer wollte, konnte natürlich auch das Gerätehaus besichtigen. Die meisten Besucher indes nutzten den Tag der offenen Tür, um gemeinsam zu plaudern und Neuigkeiten auszutauschen. Das übrigens auch ganz im Freien, denn die Kameraden hatten auch Decken bereitgelegt. Für die jüngsten Besucher war eine Hüpfburg aufgebaut.

Sekt für die Sieger

Wehrleiter Tobias Pelzel hatte zudem ein Ratespiel vorbereitet – und das in mühseliger Handarbeit gemeinsam mit seiner Ehefrau. 4710 Linsen hatten sie abgezählt und in ein Marmeladenglas gefüllt. Am Sonntag waren die Besucher aufgerufen, zu schätzen, wie viele Linsen sich im Glas befinden. Für den Sieger gab es eine Flasche Rotkäppchensekt, die nachfolgend platzierten Schätzsieger erhielten jeweils einen Piccolo. Kleiner Spaß am Rande: Auch der Letzte ging nicht leer aus. Für ihn gab es einen kleinen Klopfer. Am Abend zuvor fand noch ein Fackelumzug statt. Im Anschluss wurde auf dem Sportplatz ein Herbstfeuer entzündet. Den Tag der offenen Tür gibt es in Kloster Neuendorf seit der Wende. Nach der Grenzöffnung seien einige Kameraden in Pöhlde bei Bad Harzburg gewesen und hätten dort mit der Feuerwehr und dem Pöhlder Spielmannszug Kontakt aufgenommen. „Und die haben immer ein Hoffest gefeiert. Das haben wir uns dann so ein bisschen abgeguckt und einen Tag der offenen Tür draus gemacht“, erinnerte sich Pelzel. Der Kontakt besteht allerdings nicht mehr. Nur manchmal, über Facebook, halte er die Verbindung aufrecht, so Pelzel. In diesem Jahr gibt es bei der Klosteraner Feuerwehr neben den regulären Diensten noch eine kleine Weihnachtsfeier im Dezember in interner Runde.

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