Brüchau l Ungewöhnlicher Feuerwehreinsatz in Brüchau: Rund 20 Einsatzkräfte haben dort vier Jungrinder aus einer Güllegrube geholt. Die Tiere waren zuvor aus noch ungeklärten Umständen hineingestürzt. Alle haben überlebt und nach Auskunft aus dem Kreis-Veterinäramt, dessen Mitarbeiter vor Ort waren, keine schweren Verletzungen davongetragen. Sie sind jedoch vorsichtshalber separiert worden und werden nun vom betreuenden Tierarzt regelmäßig in Augenschein genommen.

Vor Ort waren sowohl die Feuerwehr Kakerbeck mit der Löschgruppe Brüchau als auch die Feuerwehr Kalbe. Sie brachte ihr Drehleiterfahrzeug zum Einsatz. Denn anders hätten die Jungrinder nicht aus der metertiefen Grube befreit werden können. Das sei von Anfang an klar gewesen, wie Einsatzleiter Ulf Kamith deutlich machte.

Gülle ausgepumpt

Um die Tiere retten zu können, wurde mit einer Tauchpumpe zuerst Gülle aus der Grube gepumpt. Den Tieren, die sich teils bis zu den Oberkörpern im Urin-Kot-Gemisch befanden, wurden dann Halfter angelegt, um sie ruhiger halten zu können. Anschließend wurde jeweils ein sogenannter Schlupf im Schulter- sowie im Beckenbereich angelegt und so Tier für Tier mit dem Schwenkarm des Drehleiterfahrzeugs nach oben geholt.

Der Einsatz dauerte am Mittwochmorgen (8. April) von kurz vor 7 Uhr bis 9.45 Uhr. Von den zuständigen Behörden wird noch geprüft, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. Die Güllegrube befindet sich, wie bei solchen Bauten üblich, direkt hinter dem Aufzuchtstall.