Mieste l Sich im Falle eines Brandes richtig zu verhalten, das übten n die dritten und vierten Klassen der Grundschule Mieste beim Brandschutzerziehungstag. Dazu besuchten sie das Feuerwehrgerätehaus in Mieste. Jeder Schüler durfte einmal einen Feuerlöscher bedienen. Auch den Umgang mit einer Kübelspritze erlernten die Kinder. Sie rollten die Schläuche aus, koppelten und bauten alles auch wieder ordentlich ab. Von der Verbands- und Stadtkinderfeuerwehrwartin Anja Baumann und Betreuerin Janette Witte erfuhren sie, welche Aufgaben die Feuerwehr hat, nämlich: Löschen, Retten, Bergen, Schützen. Und natürlich wussten, die Kinder schon viel darüber, was im Ernstfall zu beachten ist, nämlich um Hilfe zu rufen und sich nicht zu verstecken. Und auf drei konnten sie alle gemeinsam ganz laut die Notrufnummer 112 aufsagen.

Branddemonstrationshaus

Wie schnell sich ein Brand in einem Haus ausbreiten kann, zeigten Baumann und Witte den Kindern anhand des Branddemonstrationshauses, das der Feuerwehrverband Stendal zur Verfügung stellte. Die Kinder staunten, in wie kurzer Zeit sich der Rauch aus der obersten Etage über das Treppenhaus im gesamten Gebäude verteilte. Ein Besuch bei der Feuerwehr durfte natürlich auch nicht zu Ende gehen, ohne dass die Kinder sich die Gerätschaften auf dem Feuerwehrauto ansehen durften.

Aber nicht nur im Feuerwehrgerätehaus festigten die Grundschüler ihr Wissen rund um die Feuerwehr. Betreuer der Kinder- und Jugendfeuerwehr waren auch im Schulhaus aktiv. Dort gaben sie den Mädchen und Jungen Einblicke in die Erste Hilfe. Sie zeigten, wie ein Druckverband angelegt wird und wie Verletzte in die stabile Seitenlage gebracht werden.

Bilder

100 Kinder dabei

Morgen wird es einen weiteren Brandschutzerziehungstag in Mieste geben. Dann sind die Mädchen und Jungen der ersten und zweiten Klasse an der Reihe. Insgesamt nahmen dann mit Abschluss dieses Projektes knapp 100 Kinder der Einrichtung an beiden Brandschutzerziehungstagen teil. Sieben ehrenamtliche Betreuer richteten diese Aktion aus, neben Ortswehrleiter Wolfgang Witte, die Verbands- und Stadtkinderfeuerwehrwartin Anja Baumann sowie die Betreuer Lisa Wagner, Johannes Ächtner, Simone Zacharias, Janette Witte und Heike Aebersold.

„Die Kinder sind in einem Alter, in dem man sie schnell für eine Sache begeistern kann. Das macht Spaß“, versicherte Baumann. Vor allem freute sie sich darüber, wie gut die Kinder der Kinderfeuerwehr ihr Wissen einsetzen konnten.

Gefahr erkennen

Der Brandschutzerziehungstag soll im Rahmen der Image- und Personalgewinnungskampagne für freiwillige Feuerwehren in den Grundschulen Sachsen-Anhalts angeboten werden, wie es aus dem Ministerium für Bildung des Landes heißt. Dieser Tag, der immer im Zeitraum vom 11. bis 29. März stattfinden soll, soll die Mädchen und Jungen für die Gefahren im Zusammenhang mit Feuer sowie für die Tätigkeit der Feuerwehren sensibilisieren. Das Ministerium empfiehlt den Lehrern, sich zur Ausführung dieses Tages an das zuständige Ordnungsamt beziehungsweise an die örtlichen Feuerwehren zu wenden.