Letzlingen l Großer Bahnhof herrschte am Letzlinger Schützenhaus und auf allen Gesichtern lag ein Strahlen. Denn ein großer Wunsch der Letzlinger Heideschützen kann nun in Erfüllung gehen. Sie rüsten ihren Luftgewehr- und KK-Stand mit elektronischen Messrahmen auf. Der Großkaliberstand (Tunnel) wird mit einem Schienensystem ausgestattet, erläuterte der Schützenchef Carsten Neuber. Wenn alle Anlagen bis zum Herbst umgerüstet sind, verfügen die Letzlinger Heideschützen über die modernste Wettkampfstätte im Umkreis von 50 Kilometern, erklärte er mit Stolz.

Möglich wird der Umbau mit einer Förderung aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), mit dem Gemeinden, Betriebe, Vereine oder Initiativen unterstützt werden, deren Ideen für Projekte die Entwicklung in der Land- und Forstwirtschaft, dem Tourismus oder auch der Umwelt voranbringen. Und Innenminister Holger Stahlknecht ließ es sich nicht nehmen, den Heideschützen den Bewilligungsbescheid persönlich zu überbringen.

Engagierter Vereinschef

Mit vor Ort waren neben zahlreichen Vereinsmitgliedern unter anderem auch Salzwedels Landrat Michael Ziche, Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Schumacher, Ortsbürgermeisterin Regina Lessing, der CDU-Landtagsabgeordnete Uwe Harms, der Vorsitzende des Kreisschützenverbandes Altmark West, Fritz Schulz, der Geschäftsführer des Kreissportbundes Altmark West, Peter Böse, und Matthias Mann, Leiter des Amtes für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark. Denn das ist die Bewilligungsbehörde für ELER.

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Die Heideschützen haben sich schon länger um eine Förderung bemüht. Und Stahlknecht betonte das Engagement des Schützenchefs, den er kennenlernte, als er schon einmal im Letzlinger Schützenhaus weilte, damals privat. „Carsten hat sich sehr eingesetzt“, erklärte Stahlknecht, was etwas später auch von Matthias Mann bestätigt wurde. Für ihn, so Stahlknecht, ist das Schützenwesen „gelebte Heimat, Tradition“. Und genau das werde in einer sich ständig ändernden Welt gebraucht. Zudem sei es Sport. „Ich bin ein Minister, der vor und hinter den Schützen steht“, machte Stahlknecht deutlich.

Form der Anerkennung

Auch Landrat Michael Ziche, freute sich, dass die Schützen in Letzlingen eine so hohe Förderung erhalten, denn die Sportschützen, die in einer Vielzahl im Letzlinger Verein zu finden sind, seien innerhalb des Kreissportbundes die größte Gruppe und sehr erfolgreich.

Das betonte auch Letzlingens Ortsbürgermeisterin Regina Lessing, die die Förderung zudem als eine hohe Form der Bestätigung sieht, weil das, was vor Ort geleistet werde, auf hoher Ebene Anerkennung findet. Denn die Arbeit, das dürfe nicht vergessen werden, betonte sie, werde ehrenamtlich geleistet. Mit Blick auf die 17 Vereine und Institutionen im Dorf erklärte sie: „Wir bringen viel in Gang und müssen nicht Vorreiter sein, aber wir sind stolz, Vorreiter sein zu dürfen.“