Fotovoltaik

Fotovoltaikanlage bei Mieste geplant: Bewerber zu Gast im Ortsrat

Von Cornelia Ahlfeld
Die Fotovoltaikanlage an der Stendaler Chaussee in Gardelegen gehörte zu den sogenannten Konversationsflächen.
Die Fotovoltaikanlage an der Stendaler Chaussee in Gardelegen gehörte zu den sogenannten Konversationsflächen. Archivfoto: Gesine Biermann

Mieste

Für den Raum Mieste, konkret das Gebiet zwischen Mieste und Wernitz, gibt es Interessenten für den Bau von Fotovoltaikanlagen. Einer davon hatte sich in der jüngsten Sitzung des Miester Ortschaftsrates vorgestellt. Es handelt sich um eine Firma, die ihren Sitz in der Nähe von Wolfenbüttel (Niedersachsen) hat. Ein Votum habe der Ortschaftsrat nicht abgegeben, informierte Ortsbürgermeister Andy Neubauer auf Volksstimme-Anfrage. Es gebe, wie gesagt, mehrere Interessenten. Geplant sei, dass sich auch die anderen Bewerber im Ortschaftsrat vorstellen könnten. Bis es irgendwelche Entscheidungen gebe, werde aber mindestens noch ein Jahr ins Land gehen. Denn die Stadt plane ein Konzept für den Bau von Freiflächen-Fotovoltaikanlagen als Regelwerk. Danach entscheide sich, wo künftig solche Anlagen gebaut werden könnten und wo nicht.

Anlass dazu waren Anfragen von Investoren für eine mehr als 100 Hektar große Anlage in Dannefeld und eine Anlage auf 87 Hektar Land in Wannefeld. Bei derartigen Bauten hat es in jüngerer Vergangenheit offenbar einen Wandel gegeben.

Heute landwirtschaftlich genutzte Flächen

Früher wurden vor allem Konversionsflächen genutzt, wo es bereits bauliche Missstände gegeben hatte, etwa alte Deponien wie der in Gardelegen an der Stendaler Chaussee. Zunehmend gibt es jetzt Anfragen für landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die planungsrechtliche Zulässigkeit für die Errichtung von Freiflächen-Fotovoltaikanlagen erfordere eine gemeindliche Bauleitplanung. Grundlage sei die Flächennutzungsplanung der Stadt. Und derzeit seien in diesem Planungswerk keine weiteren Sondergebietsflächen für solche Anlagen ausgewiesen, heißt es. Die Stadt will nun ein gesamträumliches Planungskonzept erarbeiten. Damit soll ein externes Planungsbüro beauftragt werden. In diesem Konzept sollen mögliche Potenzialflächen für die Gewinnung erneuerbarer Energien ermittelt und ausgewiesen werden. Berücksichtigt werden diverse Schutzgebiete, wie das Biosphärenreservat Drömling, die Zichtauer Berge und die Colbitz-Letzlinger Heide. Das Konzept soll bereits eingegangene Anträge berücksichtigen und ermitteln, ob diese nach Abzug von Ausschluss- und Tabukriterien vollständig eingeschränkt oder gar nicht geeignet sind (Volksstimme berichtete).