Kalbe l Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2018 lag die Raiffeisenbank Kalbe-Bismark weiter auf Wachstumskurs. So konnten Marktanteile hinzugewonnen werden, wie Vorstandsmitglied Michael Kuffner – nach dem Ausscheiden Dieter Schulzes in den Ruhestand gehört Kuffner nun dem Vorstand an – während der Generalversammlung im Kalbenser Kulturhaus mitteilte. So habe sich die Bilanzsumme 2018 um acht Prozent auf 107,4 Millionen Euro erhöht. „Das im Vorjahr prognostizierte Wachstum hat damit unsere Erwartungen deutlich übertroffen“, so Kuffner. In seinem Bericht über das Geschäftsjahr führte er das Wachstum der Bilanzsumme insbesondere auf den Zuwachs der Kundeneinlagen von acht Millionen Euro zurück.

Nach Abzug der Aufwendungen von den Erträgen weist der Bilanzgewinn eine Höhe von 142.882,47 Euro aus. Vorstand und Aufsichtsrat schlugen im Einvernehmen vor, wie bereits im Vorjahr, eine Dividende von 4,5 Prozent auszuschütten. Insgesamt wird damit ein Betrag von 45.968,77 Euro auf die Konten der Mitglieder fließen. Diese Ausschüttung erfolgt am heutigen Mittwoch. Der Restbetrag wird den gesetzlichen Ergebnisrücklagen in Höhe von 49.000 Euro und den anderen Ergebnisrücklagen in Höhe von 47.913,70 Euro zugeführt. Die Mitglieder der Genossenschaftsbank votierten einstimmig für diesen Vorschlag. Stimmberechtigt waren 175 Anwesende. Hinzu kamen 58 Gäste, so dass insgesamt 233 Interessenten der Einladung zur Generalversammlung folgten.

Keine Kreditklemme

Von einer „Kreditklemme“ so Kuffner, sei nichts zu merken. So steigerte sich das bilanzunwirksame Kundenkreditvolumen bei den Verbundpartnern der Raiffeisenbank Kalbe-Bismark 2018 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 14 Prozent auf rund 14 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2014 ist dieses Volumen sogar verdoppelt worden. „Wer erfolgreich wirtschaftet, der zahlt auch Steuern“, so Kuffner. Für 2018 hat die Raiffeisenbank 275.000 Euro Steuern gezahlt und so „zur Finanzierung des Gemeinwesens beigetragen“.

Bevor Kuffner die einzelnen Geschäftsdaten nannte, gab der Vorstandsvorsitzende, Uli Jelinski, einige Anmerkungen zur aktuellen Entwicklung in der Finanzdienstbranche. So wies er daraufhin, dass es in Deutschland mit Stand vom 31. Dezember 2018 insgesamt 875 selbstständige Volks- und Raiffeisenbanken gab. Das waren fusionsbedingt 40 Banken weniger als im Jahr zuvor. Mehr als 18.4 Millionen Menschen waren Mitglieder. Im vorigen Jahr beschäftigten Genossenschaftsbanken 142.850 Mitarbeiter. Die Bilanzsumme der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Deutschland betrug insgesamt 935 Milliarden Euro.

Genossenschaftsbanken im ländlichen Raum st&#

Als notwendig erachtete Jelinski eine Stärkung der Genossenschaftsbanken im ländlichen Raum. Die Politik sei aufgefordert, kleinere Banken mit risikoarmen Geschäftsmodellen von bürokratischen Lasten zu befreien. „Wir brauchen eine Regulatorik, die zeitgemäß agiert und den neuen globalisierten Rahmenbedingungen Rechnung trägt.“

Heiko Gabriel stellte sich erneut der Wahl in den Aufsichtsrat und wurde wiedergewählt. Weil Christa Mann die Altersgrenze überschritten hat, konnte das Aufsichtsratsmitglied nicht wieder zur Wahl antreten. Neu gewählt wurde Martina Hemstedt aus Packebusch. Nach dem offiziellen Teil erfreute sich die Gäste am Auftritt der Kreismusikschule Salzwedel unter der Leitung von Falk Kindermann.