Engersen l „Erledigt sich der Dorfteich Engersen von selbst?“, fragt Anwohner Uwe Kunze. Er ärgert sich über die starke Verschlammung im Teich, der einst ein idyllisches Dorfbild prägte. „Da ist kaum noch Wasser drin“, schildert Kunze gegenüber Volksstimme. Auch der Zulauf weist bereits eine starke Verschlammung auf. „Diesen Zustand hatten wir noch gar nicht“, so der Engersener. Hinzu komme die Geruchsbelästigung, die von dem verschmutzten Gewässer ausgehe. Kunze hofft, dass bald Abhilfe geschaffen wird.

Eine grundhafte Sanierung des Gewässers ist frühestens im nächsten Jahr geplant, wie Ingrid Bösener, stellvertretende Bürgermeisterin der Einheitsgemeinde Kalbe, auf Anfrage bestätigte. Im Zuge der Gefahrenabwehr könne die Stadt aber in diesem akuten Fall bereits Maßnahmen ergreifen. Der Zustand des Gewässers resultiere aus zwei Gegebenheiten. Zum einen, so Bösener, liege es an der extremen Trockenheit, durch die der Teich seit Längerem nicht neu aufgefüllt worden sei. Regen fehle, der Grundwasserstand sei niedrig. Zum anderen gebe es aber auch Mitbürger, die meinen, am Wasserlauf zu ihren Gunsten manipulieren zu müssen. Aufgrund der Trockenheit ließ der Altmarkkreis Salzwedel am 20. August eine Allgemeinverfügung in Kraft treten, die untersagt, dass Wasser aus Oberflächengewässern entnommen werden darf. Eine Zuwiderhandlung wird geahndet. Ein entsprechendes Schild soll demnächst in Engersen aufgestellt werden, so die Vize-Bürgermeisterin.

Warten auf Regen

Um gegen die Verschlammung vorzugehen, aktivierte die Stadt bereits in der vergangenen Woche den Unterhaltungsverband (UHV) Milde/Biese. Dieser sollte die Gräben entsprechend bearbeiten.

Dass die Gräben vorige Woche entkrautet wurden, bestätigte Uwe Heinecke vom Unterhaltungsverband Jeetze, der den UHV Milde/Biese kommissarisch leitet. Wie er sagte, sei der Dorfteich verschlammt, weil kein Wasser zulaufe. Die geringen Regenmengen zurückliegender Wochen beziehungsweise der niedrige Grundwasserstand würden dazu beitrgen. Nun sind die Gräben so hergestellt, dass bei den nächsten ausreichenden Regenfällen der Wasserspiegel wieder ansteigt. „Auch jegliche Arbeiten im Teich würden die Situation nicht verbessern“, äußerte Heinecke.