Klötze l Digitale Freiheit verspricht die Avacon Connect GmbH, die bereit ist, schnelles Internet in die Klötzer Kernstadt zu bringen und dafür 6,6 Millionen Euro auszugeben. „Fiber to the home“, Glasfaser bis ins Haus, lauten die Schlagworte. Voraussetzung für die Investition ist allerdings, dass sich bis zum 30. Juni 40 Prozent der Einwohner zum Mitmachen entscheiden. Und diese Quote ist bislang noch nicht erreicht, wie die Volksstimme am Donnerstag auf Nachfrage von Detlef Gieselmann, Geschäftsführer von Avacon Connect, erfuhr. „Wir sind auf der Zielgeraden. Bisher stehen wir bei 38 Prozent“, informierte er und gab sich zuversichtlich, dass die festgelegte Marke noch erreicht wird. Diese garantiert zum einen, dass Avacon tatsächlich aktiv wird und zum anderen, dass es für das Unternehmen wirtschaftlich bleibt.

Doch was passiert, wenn die 40 Prozent-Hürde nicht geknackt wird? Gieselmann hielt sich bedeckt. Einerseits sprach er von „kaufmännischer Sorgfalt“, anderseits ließen seine Aussagen aber auch darauf schließen, dass das Vorhaben an zwei fehlenden Prozentpunkten nicht scheitern sollte. „Wir wollen keine Erbsen zählen. Unser Ziel ist die Realisierung“, betonte er.

Info-Veranstaltungen waren zufriedenstellend

Außerdem möchte man jene Bürger, die schon einen Vertrag unterschrieben und Avacon Connect damit ihr Vertrauen geschenkt haben, nicht enttäuschen. Im gleichen Atemzug stellte Gieselmann aber auch klar, dass es keine Fristverlängerung geben werde.

Zufrieden zeigte er sich mit der Resonanz auf die beiden Info-Veranstaltungen, zu denen Avacon Connect zusammen mit der Stadtverwaltung in den Klötzer Altmarksaal eingeladen hatte. Am 7. Mai, so berichtete Gieselmann, seien es 120 Teilnehmer gewesen, am 16. Mai noch etwas mehr, nämlich 140. Etliche Besucher hätten sich gleich im Anschluss an die Kundenberater gewandt, mit anderen seien Folgetermine vereinbart worden. Die meisten hätten sich für das günstige Einstiegspaket entschieden. Seinen Dank richtet Gieselmann an alle Klötzer, die für das schnelle Internet die Werbetrommel gerührt haben, sei es über die sozialen Medien oder per Mund-zu-Mund-Propaganda.

Schwarze Flecken sind ökonomische Frage

Vereinzelt, so der Geschäftsführer, habe es Anfragen gegeben, ob Avacon Connect auch die sogenannten schwarzen Flecken in den Ortsteilen beseitigen würde. Dabei handelt es sich um die Bereiche, die vom Zweckverband Breitband Altmark nicht erschlossen werden, weil sie mit einer bereits vorhandenen Geschwindigkeit von 30 Megabit nicht förderfähig sind. Dazu Detlef Gieselmann: „Wenn ein kompletter Straßenzug das möchte und der nah an der Kernstadt liegt, dann ja. Ansonsten müsste man wieder auf die Wirtschaftlichkeit schauen.“

Damit die Vermarktungsquote von 40 Prozent erfüllt wird, appelliert der Geschäftsführer an alle Klötzer, die sich bisher noch nicht bei Avacon Connect gemeldet haben, dies nachzuholen, beispielsweise über Telefon 03907/272 18 71, per E-Mail an info@avacon-breitband.de oder direkt im Avacon-Shop an der Breiten Straße gegenüber vom Altmarksaal, der für Spätentschlossene auch am Sonnabendvormittag noch geöffnet sein wird. Wer bis zum Stichtag einen Vorvertrag unterschreibt, bekäme den Hausanschluss gratis, versicherte Gieselmann.

Die Planungs- und Bauphase sei von Juli bis November geplant, sodass die ersten Kunden schon vor Weihnachten mit Highspeed im Internet surfen könnten. Für die Kundenbetreuung während der Bauphase solle entweder der Shop an der Breiten Straße wieder eröffnet oder an der jeweiligen Baustelle ein Container aufgestellt werden, kündigte Gieselmann an.