Letzlingen l „Lilly sagt: Die Tafel ist toll,“ schreibt die neunjährige Lilly Helmuth aus Letzlingen an die große, hell beleuchtete Tafel – natürlich fehlerfrei. Und Emely Sophie Meißner (9), ebenfalls aus Letzlingen, lässt den Satz mit einem weißen Kunststoffstift wie von Zauberhand wieder verschwinden. „Wir finden die Tafel auch gut“, bestätigen Albert Thomas Pessel (10) aus Roxförde und Anton Christian Schulz (9) aus Theerhütte. Die Viertklässler der Letzlinger Grundschule können nämlich seit kurzem mit einer ganz neuen interaktiven Tafel arbeiten. Damit ist die Grundschule nun mit zwei dieser modernen Schulgerätschaften ausgestattet. „Das reicht dann auch erst mal für unsere Schule“, betont Schulleiterin Silvia Lehmann bei der Vorstellung der neuen Technik.

Genutzt werden die Tafeln für die Schüler der dritten und vierten Klasse. „In der ersten und zweiten Klasse arbeiten wir noch ganz klassisch mit Kreide und Tafel“, so Ackermann.

Mit der Tafel Musik abspielen

Damit investiert die Stadt Gardelegen als Träger der Grundschulen auch weiterhin in die Ausstattung der städtischen Schulen mit moderner Unterrichtstechnik. Etwa 5000 Euro koste eine solche interaktive Tafel, informiert Martina Machalz von der IT-Abteilung der Gardeleger Stadtverwaltung. Im Vorfeld habe eine Fortbildungsveranstaltung stattgefunden, um die neue Technik auch bedienen zu können. Von fünf Lehrern der Letzlinger Grundschule hätten vier Lehrer und sie selbst teilgenommen, so Machalz. Und das sei gar nicht so kompliziert, denn es handele sich im Grunde genommen um einen Computer mit einem riesigen Bildschirm, ergänzt Lehrerin Dörthe Glaue, die die interaktiven Tafeln sehr gern in ihrem Unterricht nutzt, und das für alle Fächer. „Man spart damit jede Menge Geräte, denn man kann mit diesen Tafel ganz viel machen. Musik abspielen, Videos anschauen und natürlich schreiben“, zählt Dörthe Glaue auf. Dazu könne man noch viele Tafelprogramme von Schulbuchverlagen dazu kaufen. Und außerdem gebe es auch keinen Kreidestaub mehr in den Klassenzimmern.

Über eine interaktive Tafel verfügt auch die Miester Grundschule. Sie wird in diesem Jahr auch noch mit einer zweiten Tafel ausgestattet. Die Gardeleger Goethe-Grundschule wird ebenfalls noch in diesem Jahr ihre erste Tafel erhalten, so Machalz.

Schulen beantragen neue Technik

Dabei habe es keine Auswahl der Schulen seitens der Stadt gegeben. Vielmehr hätten die Schulen selbst die neue Technik beantragt. Das sei auch im Fall der Letzlinger Grundschule so gewesen, die schon mehrfach diese zweite Tafel – die erste wurde bereits 2012 installiert – beantragt habe. Dieser Weg sei auch sinnvoll, denn die interaktiven Tafeln müssten von den Schulen auch gewollt sein. „Denn das setzt auch das Personal voraus, das damit umgehen kann. Denn es nützt nichts, wenn wir die Tafeln kaufen, und keiner arbeitet damit“, betont Martina Machalz.

Die Kinder kämen jedenfalls ganz schnell und sehr gut damit zurecht, betont Dörthe Glaue.